Stromlieferung für das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (2027‑2029)
GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH · Darmstadt, Deutschland · TED
- 11. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtQuelle: TED
- 10. Aug. 2026Zuschlag erteiltZuschlag an enercity AG
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Zusammenfassung
Das GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt benötigt Strom für den Betrieb seiner Gebäude, Forschungsanlagen und weiterer Betriebsstätten. Die bisherigen Lieferverträge enden am 31.12.2026, sodass ab dem 01.01.2027 ein neuer Stromliefervertrag für drei Jahre vergeben wird, mit einer einjährigen Verlängerungsoption. Der Jahresverbrauch wird anhand von Prognosen für die einzelnen Abnahmestellen ermittelt, wobei bei großen Lasten Schwankungen von bis zu 6 MW zu berücksichtigen sind.
Vergabeunterlagen
Kostenlos registrieren und alle Unterlagen herunterladen.Vergabeunterlagen.pdf
PDF-Dokument · 2,4 MB
Leistungsverzeichnis.pdf
PDF-Dokument · 860 KB
Eigenerklärung.docx
Word-Dokument · 124 KB
Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: enercity AG
Auftragswert
unbekannt
Zuschlag am
10. Aug. 2026
Beschreibung
Die GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH (GSI) benötigt elektrische Energie für den Betrieb der Gebäude, Forschungsanlagen und weiterer Betriebsstätten. Die Abnahmestellen liegen im Netzgebiet der e-Netz Südhessen AG. Der Jahresverbrauch wird für die kommenden Jahre in diesen Unterlagen prognostiziert (siehe Abbildungen 1 und 2 im LV). Die bestehenden Lieferverträge laufen zum 31.12.2026 aus. Im Rahmen dieser Ausschreibung soll die Liefe-rung ab 01.01.2027 für drei Jahre vergeben werden. Zudem besteht die einseitige Option, die Lieferung dar-über hinaus um ein Jahr zu verlängern. Die GSI betreibt wissenschaftliche Experimentieranlagen (Teilchenbeschleuniger) zur Forschung von Schwerio-nen. Die Beschleunigeranlagen bei GSI sind Bestandsanlagen, die aktuell durch ein Brandereignis im Grundlastbetrieb laufen. Der Betrieb des Beschleunigers hat eine signifikante Auswirkung auf den Strombezug. In der Energiewirtschaft ist es bei Standardverbrauchern üblich, die zukünftigen Verbrauchswerte anhand der Vergangenheitsdaten zu prognostizieren. Dieses Verfahren führt hier, unter anderem wegen des Brandes zu nicht ausreichender Genauigkeit für die Energiebeschaffung. Daher sind für die "großen" Abnahmestellen Prognosewerte hinzugefügt worden. Die Prognosewerte für die einzelnen Abnahmestellen sind in der Anlage "1a Abnahmestellenliste Strom GSI.xlsx" aufgeführt. Weiterhin gibt es für die großen RLM-Abnahmestellen eine Prognosesimulation als Last-gang. Diese liegen den Vergabeunterlagen in den Dateien "1b LG Simulation 2027 mit Visualisierung Strom GSI.xlsx", "1c LG Simulation 2028 mit Visualisierung Strom GSI.xlsx" und "1d LG2025.xlsx" bei.
Lose
1 LosWeiterhin gilt, dass der Leistungsbedarf der Anlage in Darmstadt in einem normalen Experimentierbetrieb stark schwankt. Diese Schwankungen haben bei den Bestandsanlagen von GSI eine Größenordnung von bis zu 6 MW. Durch diese Leistungsschwankungen ist jede Prognose mit zusätzlichen hohen Unsicherheiten behaftet. Daher wird die Beschaffung so geplant, dass die Grundlast für die Jahre 2027 bis 2029 in Standardhandels-produkten Base frühzeitig eingekauft wird. Sollten sich neue Erkenntnisse zur Entwicklung der Grundlast oder Strahllast (Betrieb) ergeben, so ist es der Auftraggeberin möglich, neue Tranchen der Standardhandelsprodukte zu bestellen. Die Anlage "6 Einkaufstermine Beispiel.docx" soll dies Beispielhaft darstellen. Die Struktur auf ¼-Stundenbasis wird dann über Spotprodukte abgebildet. Die Auftraggeberin gibt die Zeitpunkte und Volumen der zu beschaffenden Standardhandelsprodukte in Form eines schriftlichen Einkaufsplans an die Lieferantin nach dem Zuschlag bekannt. Die Änderung des Einkaufs-plans kann beliebig oft erfolgen. Es kann auch möglich sein, dass Mengen verkauft werden müssen. Die Änderungen finden nur aus Basis der Planung der Grundlast oder des Betriebs statt. Es wird hiermit ausdrücklich klargestellt, dass es sich nicht um den Aspekt des Handelns von Energie zur Gewinnerzielung handelt! Die Auftraggeberin wird quartalsweise eine Versuchs- und Verbrauchsplanung abgeben. Die Prognosen berücksichtigen die geplante Nutzung unter Berücksichtigung der Umbauarbeiten und der geplanten Versuche. Die Einhaltung dieser Planung kann jedoch nicht zugesichert werden. Sowohl in dieser Leistungsbeschreibung und in der Abnahmestellenliste wie auch im Preisblatt werden Mengen genannt. Diese Mengen sind nicht rechtlich bindend. Die Lieferantin hat kein Recht auf die Ab-nahme der genannten Mengen.
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price1%
Für die Bewertung der Wirtschaftlichkeit wird der Wertungspreis ermittelt. Der Wertungspreis über beide Gruppen wird dabei wie folgt berechnet: Wertungspreis = WP (Gruppe 1) + WP (Gruppe 2) Der Wertungspreis der einzelnen Gruppen ist: Gruppe 1: WPN(Gruppe 1) = Summe(J=27)^29 GPJ × AnAbJ + (HM_(TC;J) + BP_( Ref;J) × BM_(C;J) + (HM_(TQM;J) + BP_( Ref;J) × BM_QMJ + HM_(SpK;J) × KSM_J + HM_(SpV;J) × VSM_J + (KSM_J-VSM_J ) × mSP + C_(DL;J) × WA_J WPNGruppe 1: Wertungspreis Netto GPJ: Grundpreis für jede Abnahmestelle im Jahr in EUR AnAbJ: Anzahl der Abnahmestellen im Jahr HMTC;J: Handelsmarge als Dienstleistungspauschale für gekaufte Terminmarktprodukte im Jahr CAL Produkt in EUR/MWh BP Ref; J Basepreis für das Jahr zum Stichtag in EUR/MWh BMC; J: Menge Baseload im Jahr Cal-Produkt in MWh HMTQM;J: Handelsmarge als Dienstleistungspauschale für gekaufte Terminmarktprodukte Quartal oder Monatsprodukt im Jahr in EUR/MWh BMC;J: Menge Baseload Quartal oder Monatsprodukt je Lieferjahr in MWh HMSpK;J: Handelsmarge als Dienstleistungspauschale für gekaufte Spotmarktprodukte im Jahr in EUR/MWh KSMJ: Zu kaufende Spotmarktmengen nach Simulation je Jahr in MWh HMSpV;J: Handelsmarge als Dienstleistungspauschale für verkaufte Spotmarktprodukte im Jahr in EUR/MWh VSMJ: Zu verkaufende Spotmarktmengen nach Simulation im Jahr in MWh mSP: mittlerer Spotmarktpreis EUR/MWh (vorgegeben) CDL;J: Aufschlag für die Dienstleistung im Jahr je gelieferter Kilowattstunde in EUR/MWh WAJ: Wirkarbeit im Jahr in MWh Gruppe 2: WPN(Gruppe 2) =Summe_(J= 27)^29 (C_(DL;J) + C_(öko;J) + BA_J × BP_(Ref;J) + PA_J x PP_( Ref;J)) × WA_J WPNGruppe 2: Wertungspreis Netto Gruppe 2 CDL; J: Aufschlag für die Dienstleistung je gelieferter Kilowattstunde in EUR/MWh Cöko; J: Aufschlag für die Ökologie je gelieferter Kilowattstunde in EUR/MWh BAJ: Baseanteil der SLP- / IMS-Menge in MWh BP Ref; J: Basepreis zum Stichtag in EUR/MWh PAJ: Peakanteil der SLP- / IMS-Menge MWh PP Ref; J : Peakpreis zum Stichtag in EUR/MWh WAJ: gelieferte Wirkarbeit je Jahr in MWh