Rohr- und Tiefbau Neubau Erdgas-Gashochdruckleitung AL Gorlitzsch und Umverlegung STEGAL
GASCADE Gastransport GmbH · Kassel, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die GASCADE Gastransport GmbH vergibt Rohr- und Tiefbauarbeiten für den Neubau einer Erdgas-Hochdruckleitung AL Gorlitzsch (DN 250, ca. 16 km Länge) und die Umverlegung der bestehenden STEGAL-Ferngasleitung in Sachsen-Thüringen. Die Arbeiten sind Teil des Wasserstoff-Kernnetzes und dienen der Versorgungssicherheit von Gera und umliegenden Gemeinden mit Erdgas, während die STEGAL auf Wasserstofftransport umgestellt wird. Die Ausschreibung erfolgt im Verhandlungsverfahren mit vorheriger Bekanntmachung, Bewerbungsfrist ist der 25. September 2026.
Vergabeunterlagen
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Eigenerklärung.docx
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Beschreibung
Neubau der Erdgas-Leitung AL Gorlitzsch und Umverlegung der STEGAL Die GASCADE Gastransport GmbH beabsichtigt die Ferngasleitung STEGAL (Sachsen-Thüringen-Erdgasleitung) im Rahmen des nationalen Wasserstoff-Kernnetzes gemäß § 28q EnWG auf den Transport von Wasserstoff umzustellen. Die STEGAL als eine der bedeutendsten Ost-West-Fernleitungen in Deutschland übernimmt damit eine zentrale Rolle für den zukünftigen Wasserstofftransport. Im Zuge des Infrastrukturprogramms "FLOW - making hydrogen happen" wird die STEGAL-West ab Rückersdorf auf Wasserstoff umgestellt. Mit der Umstellung der STEGAL ändert sich zugleich die energiewirtschaftliche Funktion einzelner Abschnitte. Insbesondere entfällt durch den Übergang in den Wasserstoffbetrieb die bisherige Erdgasausspeisung zur GeraNetz GmbH. Um die Versorgungssicherheit der Stadt Gera und umliegender Gemeinden mit Erdgas weiterhin zu gewährleisten, ist neben der Änderung der STEGAL DN 800 auch der Neubau der Anschlussleitung AL Gorlitzsch DN 250 erforderlich. Die AL Gorlitzsch ist als erdgasverstärkende Maßnahme Bestandteil des genehmigten Wasserstoff-Kernnetzes (Kernnetz-ID 1013-01). Die AL Gorlitzsch beginnt an der umzubauenden Absperrstation AS Rückersdorf der STEGAL und verläuft anschließend ca. 16 km parallel zur bestehenden STEGAL. Sie endet an der AS Gorlitzsch und wird in die AL Gera eingebunden. Im selbigen Abschnitt steht eine Umverlegung der STEGAL westlich der Weißen Elster an, die aufgrund der geplanten Erneuerung der Eisenbahnüberführung über die Bundesstraße 92 erforderlich wird. Die Umverlegung soll zeitgleich mit dem Bau der AL Gorlitzsch erfolgen, um den Prozess der Umstellung der STEGAL auf Wasserstoff nicht zu behindern.
Qualifikation
Siehe Vergabeunterlagen Der Auftraggeber behält sich vor, Unterlagen nach § 51 SektVO nachzufordern. Die nachgeforderten Unterlagen sind von dem betroffenen Bewerber/Bieter innerhalb der vom Auftraggeber gesetzten Frist vorzulegen. Ein Anspruch auf Nachforderung besteht nicht.
Lose
1 LosDiese Ausschreibung bezieht sich auf die Rohr- und Tiefbauleistungen zur Errichtung der Erdgas-Gashochdruckleitung AL Gorlitzsch von der AS Rückersdorf bis zur Einbindestelle in AL Gera in unmittelbarer Nähe der AS Gorlitzsch, sowie die Bauleistungen zur Umverlegung der STEGAL im Bereich der B92/Bahngleise DB-Strecke 6269 und 6383. Der Leistungsumfang umfasst sämtliche Rohr- und Tiefbauarbeiten zur Errichtung der Gashochdruckleitung AL Gorlizsch in der der Nennweite DN 250 mit einem Auslegungsdruck von 100 bar sowie zur Umverlegung der STEGAL DN 800 Auslegedruck 90 bar. Planung, Errichtung, Überwachung, Dokumentation und Betrieb haben nach den anerkannten Regeln der Technik, insbesondere nach dem einschlägigen DVGW-Regelwerk sowie der Gashochdruckleitungsverordnung zu erfolgen. Die Masse (LE-Positionen) des Leistungsverzeichnis wurde auf Grundlage dieser Leistungsgrenzen abgeschätzt. Die Hauptleistungen sind: - Rohr- und Tiefbau zur Herstellung der Erdgas-Gashochdruckleitung AL Gorlitzsch - Rohr- und Tiefbau zur Herstellung der STEGAL Umverlegung - Verlegung der notwendigen Kabelschutzrohre für Fernwirktechnik - Rekultivierung des Arbeitsstreifens - Stationsumbau der Absperr- und Molchstation AS, MS Rückersdorf - Einbindung der AL Gorlitzsch in die AS Gera - Sonderbauwerke/Rohrvortrieb an Weißer Elster und B92/Deutsche Bahn - Festigkeits- und Dichtheitsprüfung Die Leitung AL Gorlitzsch wird überwiegend in offener Bauweise in einem Rohrgraben verlegt. Hierfür ist im Regelfall ein ca. 16 m breiter Arbeitsstreifen vorgesehen; für den späteren Betrieb ist ein dinglich zu sichernder Schutzstreifen von 6 m Breite vorgesehen. Kreuzungen bestehender Infrastrukturen oder ökologisch besonders sensibler Bereiche sind, soweit erforderlich, in geschlossener Bauweise auszuführen. Die Umverlegung der STEGAL findet auf einer Länge von ca. 650m statt. Zur Unterquerung der Bahngleise und der B92 ist ein ca. 120m langer Rohrvortrieb geplant. Die umverlegte Leitung ist in die bestehende Leitung STEGAL einzubinden. Weitere projektspezifische Anforderungen bestehen in der wasserrechtlichen Behandlung baubedingter Wasserhaltungen, der Berücksichtigung von Gewässerquerungen, der Sicherung erforderlicher Grundstücksrechte, der Koordination von Kreuzungen mit vorhandenen Infrastrukturen sowie der Einhaltung von Natur-, Arten-, Boden- und Grundwasserschutzanforderungen. Für das Vorhaben werden u. a. wasserrechtliche Erlaubnisse, naturschutzrechtliche Genehmigungen bzw. Ausnahmen, forstrechtliche Genehmigungen und weitere planfeststellungsrelevante Entscheidungen benötigt.