Qualifizierungssystem für Planungsleistungen im Leitungs- und Anlagenbau
ONTRAS Gastransport GmbH · Leipzig, Deutschland · TED
- 21. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtQuelle: TED
Zusammenfassung
Die ONTRAS Gastransport GmbH richtet ein Qualifizierungssystem ein, um Unternehmen für zukünftige Planungsleistungen im Leitungs‑ und Anlagenbau zu präqualifizieren. Das System soll Unternehmen auswählen, die Projekte mit einem Auftragswert über dem EU‑Schwellenwert durchführen. Die Qualifizierung umfasst sowohl Neubau‑ als auch Instandhaltungs‑ bzw. Sanierungsplanungen für Gashochdruckleitungen und zugehörige Gasanlagen. Bewerbungen können für einen oder beide Leistungsbereiche eingereicht werden.
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Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
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Präqualifikation (PQ-VOB) vorhanden
PQ-Nummer hinterlegt, gültig bis 12/2026.
Betriebshaftpflicht mind. 3 Mio. € Deckungssumme
Police über 5 Mio. € je Schadensfall.
Drei Referenzen vergleichbarer Größe der letzten 5 Jahre
Zwei Referenzen passen, die dritte liegt knapp darunter.
Eigenerklärung zur Tariftreue liegt vor
Standardformular im Bewerberprofil hinterlegt.
Beschreibung
Das vorliegende Verfahren dient der Einrichtung eines Qualifizierungssystems gemäß § 48 SektVO zur Auswahl geeigneter Unternehmen für zukünftige Beschaffungen von Planungsleistungen für Leitungs- und Anlagenbauprojekte, deren Auftragswert jeweils den europäischen Schwellenwert übersteigt. Der Auftraggeber behält sich jedoch auch vor, Leistungen über das Qualifizierungssystem abzurufen, welche den Schwellenwert für EU-Ausschreibungen nicht erreichen. Für die folgenden Leistungsbereiche kann eine Bewerbung zur Aufnahme in das Qualifizierungssystem erfolgen: Planungsleistungen für Leitungsbauprojekte / Planungsleistungen für Anlagenbauprojekte. Die Bewerbung kann für beide Leistungsbereiche oder nur einen der Leistungsbereiche erfolgen. Planungsleistungen für Leitungsbauprojekte können sich auf den Neubau oder die Instandhaltung/Sanierung einer erdverlegten Gashochdruckleitung nach § 3 GasHDrLtgV und DVGW AB G 463 beziehen. Die Trassenlänge, Druckstufe und Nennweite können dabei je Projekt variieren. Mit Anlagenbauprojekte sind Gasanlagen nach den Standards des DVGW AB G 265-1 oder -3 oder DVGW AB G 491 oder DVGW AB G 497 im Geltungsbereich der Gashochdruckleitungsverordnung gemeint, wie u. a. Biogaseinspeiseanlagen (BGEA), Gasdruckregelmessanlagen (GDRMA) oder auch Verdichterstationen. Die Planungsleistungen selbst können sowohl Generalplanungsleistungen als auch die Planung einzelner Planungsphasen umfassen. Planungsphasen können u. a. Grundlagenermittlung, Vor-, Entwurfs-, Genehmigungs- sowie Ausführungs- und Ausschreibungsplanung, Oberbauaufsicht/Bauoberleitung, Fachbauaufsicht und Bauüberwachung sowie die Gewährleistungsphase sein. Ebenso können u. a. Leistungen zur Projektsteuerung und der Umweltplanung in Leitungs- und Anlagenbauprojekten als Teil der Generalplanerleistung abgefragt werden. Ziel des Qualifizierungssystems ist es, leistungsfähige und zuverlässige Dienstleister zu präqualifizieren, um für konkrete Beschaffungsbedarfe kurzfristig und effizient Vergaben im Verhandlungsverfahren ohne vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb oder im nicht offenen Verfahren durchführen zu können. Dem Auftraggeber obliegt es, für die beschriebenen Leistungen auf die präqualifizierten Unternehmen in dem Qualifizierungssystem zuzugreifen und entsprechende Vergabeverfahren zur Auftragsvergabe zu eröffnen. Es bleibt ihm jedoch unbenommen, einzelne Beschaffungsbedarfe auch ohne Zugriff auf das Qualifizierungssystem zu decken. Die Bedingungen zur Angebotsabgabe (z. B. Angebotsbedingungen mit Zuschlagskriterien, Vertrag mit Leistungsbeschreibung) werden je Ausschreibung definiert und im Rahmen der Angebotsanfragen allen präqualifizierten Unternehmen gleichzeitig über die Vergabeplattform zur Verfügung gestellt.
Qualifikation
1. Der Auftraggeber hat ein Entschließungsermessen dahingehend, gemäß § 51 Abs. 2 und 4 SektVO unter Einhaltung der Grundsätze der Transparenz und der Gleichbehandlung Bewerber aufzufordern, fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen, insbesondere Eigenerklärungen, Angaben, Bescheinigungen oder sonstige Nachweise, nachzureichen, zu vervollständigen oder zu korrigieren, oder fehlende oder unvollständige leistungsbezogene Unterlagen nachzureichen oder zu vervollständigen. Erfolgt eine entsprechende Nachreichung - insbesondere hinsichtlich der Mindestkriterien und der zwingend vorzulegenden Nachweise/Angaben - seitens des Bewerbers nicht vollständig, nicht korrekt oder nicht fristgerecht, erfolgt der formale Ausschluss aus dem weiteren Vergabeverfahren. 2. Rückfragen zum Verfahren sind ausschließlich über die Vergabeplattform (AI Bietercockpit) zu stellen. 3. Enthalten die Bekanntmachung oder die Vergabeunterlagen Unklarheiten, Widersprüche oder verstoßen diese nach Auffassung des Bewerbers gegen geltendes Recht, so hat der Bewerber den Auftraggeber unverzüglich schriftlich darauf hinzuweisen. Erfolgt dies nicht, ist der Anspruch mit diesen Einwendungen präkludiert. 4. Die Vergabeunterlagen für dieses Verfahren stehen ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform eVergabe.de (Bietercockpit) zur Verfügung: Verfahrensbedingungen inkl. der Anlagen Bewerbungsbogen mit Formblättern und Vorlage - Rückfragen.
Lose
1 LosFür Planungsleistungen für Leitungs- und Anlagenbauprojekte richtet die ONTRAS Gastransport GmbH (ONTRAS) ein Qualifizierungssystem gemäß § 48 SektVO ein. Das Qualifizierungssystem wird mittels dieser Bekanntmachung nach § 37 Abs. 1 SektVO europaweit veröffentlicht. Anschließend wird ONTRAS die Auftragsvergabe für die beschriebenen Leistungen im Verhandlungsverfahren ohne vorgeschalteten Teilnahmewettbewerb oder im nicht offenen Verfahren ohne weitere Bekanntmachung gemäß § 48 Abs. 9 SektVO vornehmen und sich bei der Auswahl der Unternehmen, die zur Angebotsabgabe aufgefordert werden, auf die präqualifizierten Unternehmen im Qualifizierungssystem beschränken. Bewerber, deren Eignung anhand der in dieser Bekanntmachung bekanntgegebenen Mindestkriterien geprüft und festgestellt wird, werden bei dem Auftraggeber in einem entsprechenden Verzeichnis getrennt nach den Leistungsbereichen (Planungsleistungen für Leitungs- bzw. Anlagenbauprojekte) geführt. Dabei behält sich der Auftraggeber vor, für das Qualifizierungssystem einen Qualitätsstatus mittel Ampelsystem einzuführen. Die festgelegten Präqualifizierungs- bzw. Mindestkriterien werden regelmäßig durch den Auftraggeber überprüft - eine Anpassung (Änderung oder Verschärfung) bliebt vorbehalten. Der Auftraggeber behält sich vor, einzelne oder alle Unterlagen für den Erhalt der Präqualifizierung bei Bedarf erneut und / oder in aktualisierter Fassung anzufordern (bspw. bei Ablauf der Gültigkeit von Zertifizierungen oder bei Referenzen bezogen auf den Referenzzeitraum). Der Auftraggeber behält sich zudem vor, die Anforderungen an die Mindest- bzw. Präqualifizierungskriterien (insbesondere zu Referenzen) in einzelnen Ausschreibungen projektspezifisch/-bezogen anzupassen bzw. zu verschärfen. Den Bewerbern bzw. den bereits präqualifizierten Unternehmen wird dies mit Angebotsabfrage in den betreffenden Ausschreibungen entsprechend mitgeteilt. Der Auftraggeber wird die eingegangenen Bewerbungen mit den geforderten Nachweisen und Erklärungen anhand der in der vorliegenden Bekanntmachung und im Bewerbungsbogen benannten Mindestkriterien formal und inhaltlich prüfen und bewerten. Bewerbungen, die die Verfahrensbedingungen und Mindestanforderungen nicht erfüllen, werden nicht in das Qualifizierungssystem aufgenommen. Alle präqualifizierten Bewerber im betreffenden Leistungsbereich werden zur Abgabe eines Angebots aufgefordert. Der Auftraggeber behält sich vor, die Anzahl der Bieter, die zu den Verhandlungsgesprächen eingeladen werden, vorab anhand der eingegangenen ersten Angebote unter Zugrundelegung der Zuschlagskriterien auf 3 bis 5 Bieter zu reduzieren (Abschichtung). Dabei werden nur die Bieter mit der höchsten Bewertungspunktzahl zu einem Verhandlungsgespräch eingeladen. Die Festlegung, welches Zuschlagskriterium bzw. welche Zuschlagskriterien dabei die Bewertungsgrundlage bildet (sowohl die preislichen als auch die qualitativen Zuschlagskriterien können herangezogen werden), wird den Bewerbern je Ausschreibung in den Vergabeunterlagen mitgeteilt. Die Zuschlagskriterien werden je Ausschreibung mit Aufforderung zur Angebotsabgabe mitgeteilt. Die Bewerbung zur Aufnahme in das Qualifizierungssystem ist jederzeit während der Laufzeit des Qualifizierungssystems möglich. Der Auftraggeber beabsichtigt, voraussichtlich im September/Oktober 2026 erste Ausschreibungen aus dem Qualifizierungssystem zu starten. Er wird für diese Ausschreibungen alle bis spätestens 21.09.2026, 12:00 Uhr eingegangenen Bewerbungen berücksichtigen.