Prüfstatikerleistungen für Wiederaufbau und Erweiterung der Kläranlage Dümpelfeld
Verbandsgemeinde Adenau - Abwasserwerk · Adenau, Deutschland · TED
Zusammenfassung
Die Verbandsgemeinde Adenau – Abwasserwerk beauftragt Leistungen eines Prüfsachverständigen für Standsicherheit für den Wiederaufbau, Umbau und die Erweiterung der zentralen Kläranlage in Dümpelfeld. Die Anlage soll künftig Abwässer und Klärschlämme aus den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr aufnehmen, auf rund 27.000 Einwohnerwerte erweitert und auf Klärschlammfaulung umgestellt werden; die Planungen befinden sich in der Leistungsphase 5. Die Anlage liegt in der Region Adenau im Landkreis Ahrweiler, und Angebote können bis zum 28. September 2026, 08:00 Uhr, eingereicht werden.
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Vergabeunterlagen
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Eigenerklärung.docx
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Präqualifikation (PQ-VOB) vorhanden
PQ-Nummer hinterlegt, gültig bis 12/2026.
Betriebshaftpflicht mind. 3 Mio. € Deckungssumme
Police über 5 Mio. € je Schadensfall.
Drei Referenzen vergleichbarer Größe der letzten 5 Jahre
Zwei Referenzen passen, die dritte liegt knapp darunter.
Eigenerklärung zur Tariftreue liegt vor
Standardformular im Bewerberprofil hinterlegt.
Beschreibung
Die Verbandsgemeinde Adenau betreibt zur Reinigung der anfallenden Abwässer aus den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Adenau unter anderem die mechanisch biologische Zentralkläranlage "Adenauer Bach" in Dümpelfeld (KA Dümpelfeld) mit einer aktuellen Ausbaugröße von derzeit rd. 20.000 EW. Die 1993 in Betrieb genommene Anlage wurde auf das Verfahrensziel der Abwasserreinigung mit simultaner aerober Schlammstabilisierung ausgelegt. Infolge der Hochwasserkatastrophe im Ahrtal vom 14./15. Juli 2021 wurde auch diese Anlage überflutet und stark in Mitleidenschaft gezogen. Besonders schwerwiegende Schäden beziehen sich auf die Anlagen- und EMSR-Technik, auf das Betriebsgebäude nebst Trafostation, Schaltraum, Notstromaggregat und Gerätehalle/-garage sowie auf die Gebläsestationen, die allesamt auf einer Höhe von ca. 1,5 m bis 2,0 m überflutet und großteils zerstört wurden. Während die zentrale Kläranlage in Dümpelfeld durch gemeinsame Kraftanstrengungen des Abwasserwerks Adenau unter Zuhilfenahme einer Vielzahl von Entsorgungsfachbetrieben, der Bundeswehr, Technisches Hilfswerk -THW- und weiterer Institutionen wenige Wochen nach der Katastrophe wieder einen provisorischen Betrieb aufnehmen konnte, wurden die beiden direkt an der Ahr gelegenen Kläranlagen der Nachbarverbandsgemeinde Altenahr in Altenahr (KA Mittelahr) und Mayschoß hingegen durch die Flutkatastrophe vollständig zerstört. Ein Wiederaufbau der Kläranlagen in der VG Altenahr (Mittelahr) kann insbesondere auch aufgrund der hierfür notwendigen umfangreichen Maßnahmen zur Realisierung der Hochwassersicherheit und mangels Gewährleistung der zukünftigen Hochwasserresilienz nicht mehr erfolgen. Entsprechend den Ergebnissen einer in Auftrag des Umweltministeriums erstellten umfangreichen Studie über die "zukunftsfähige Abwasserbehandlung im Ahrtal" haben die Verbandsgemeinderäte Adenau und Altenahr als gesetzlich zuständige Abwasserbeseitigungsträger deshalb im Februar 2022 jeweils den Beschluss zum Anschluss des Abwassersystems der bisherigen Kläranlage Altenahr an die zentrale Kläranlage Dümpelfeld gefasst. Zudem wird ab 01.01.2026 eine gemeinsame Anstalt des öffentlichen Rechts (AöR) zur Abwasserbeseitigung der beiden Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr gegründet. Um die Abwässer und Klärschlämme aus beiden Verbandsgemeinden aufnehmen und reinigen zu können, muss die Kläranlage in Dümpelfeld entsprechend wiederaufgebaut, umgebaut, erweitert und auf die Verfahrensführung mit Klärschlammfaulung umgestellt werden. Nach aktueller Bedarfsplanung wird die Kläranlage zu einer Ausbaugröße von rd. 27.000 EW erweitert. Die zulaufenden Wassermengen betragen voraussichtlich rd. 250 l/s. Ein in energetischer und wirtschaftlicher Hinsicht optimierter zukünftiger Anlagenbetrieb ist angestrebt mit einem Höchstmaß an Anlagenverfügbarkeit. Dabei sollen auch die Möglichkeiten von KI berücksichtigt bzw. genutzt werden. Der Einsatz der KI soll dabei eine Optimierung von Prozessen im Hinblick auf Ressourceneinsparung und Energieeffizienz umfassen. Ziel ist ein zukünftig möglichst klimaneutraler Kläranlagenbetrieb. Eine Planung mit BIM ist angedacht bzw. vorgesehen.
Qualifikation
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Lose
1 LosLos 5 - Leistungen des Prüfstatikers - Gegenstand dieser Ausschreibung Die Planungsleistungen der Kläranlage befinden sich in der LP 5, die Ausschreibung der Bauleistung steht noch aus. Gegenstand dieser Ausschreibung sind die Leistung des Prüfsachverständigen für Standsicherheit. Objektliste und Kostenrahmen: Die zu planenden Objekte ergeben sich nach dem derzeitigen Stand der Planung aus dem beiliegenden Lageplan. Die geschätzten Rohbauwerte des Bauvorhabens ergeben sich aus der beiliegenden Auflistung der Tragwerksplanung und deren Kostenschätzung. Die anliegende Objektliste entspricht dem derzeitigen Stand der Planung. Das Bauvorhaben ist nach dem Landeswasserrecht erlaubnisbedürftig (§ 62 LwG). Die vergebende Stelle möchte den Prüfsachverständigen für die Standsicherheit bereits frühzeitig einbeziehen. Honorarberechnung: Eine Vergütung gemäß Prüfverordnung Rheinland-Pfalz ist vorgesehen. Zur zeitlichen Umsetzung des Planungsvorhabens: Der Baubeginn der ersten Gewerke soll im Frühjahr 2027 stattfinden. Bauabschluss und Inbetriebnahme der Kläranlage ist für Ende 2029 / Anfang 2030 geplant.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality50%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Organisatorisches und personelles Konzept zur Einhaltung der Prüffristen und des Projektbearbeitungskonzepts des AG" erhält ein Angebot - 0-3 Punkte, bei dem nicht zu erwarten ist, dass auf vom Auftraggeber vereinbarte und gesetzte Fristen flexibel reagiert werden kann. - 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei dem zu erwarten ist, dass auf vom Auftraggeber gesetzte Fristen regelmäßig flexibel reagiert werden kann und die vereinbarten Fristen eingehalten werden können. - 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem ein Konzept vorgeschlagen wird, das sich am Bearbeitungskonzept der Planung des AG orientiert, die Vorprüfung bereits auf Grundlage der Vor- und Entwurfsplanung vorsieht und bei dem mit großer Sicherheit davon ausgegangen werden kann, dass sich stellende Prüffristen und die Arbeitsabläufe eingehalten werden.
- quality40%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Reaktionszeiten auf unvorhergesehene Termine" erhält ein Angebot - 0-3 Punkte, das nicht hinreichend sicher erwarten lässt, dass ein qualifizierter Ingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann. - 4-6 Punkte erhält ein Konzept, bei dem sicher zu erwarten ist, dass ein qualifizierter Ingenieur oder Prüfingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann. - 7-10 Punkte erhält ein Konzept, bei dem sicher zu erwarten ist, dass ein qualifizierter Prüfingenieur innerhalb einer kurzen Reaktionszeit einen Vor-Ort-Termin wahrnehmen kann.
- quality10%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot - 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. - 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte erhält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. - 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.