Planungsleistungen Ersatzneubau Auedeichsiel und Deicherhöhung Finkenwerder
Hamburg Port Authority AöR · Hamburg, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die Hamburg Port Authority AöR vergibt Planungsleistungen für den Ersatzneubau des Auedeichsiels und die Erhöhung eines 1.441 Meter langen Deichabschnittes im Südosten von Finkenwerder. Das bestehende Siel aus dem Jahr 1968 kann die zusätzlichen Lasten eines erhöhten Deiches nicht tragen und muss daher neu gebaut werden; gleichzeitig ist der Deich um 0,90 Meter zu erhöhen und für zukünftige Klimaveränderungen bis 2100 vorzubereiten. Die Leistungen umfassen Objekt- und Tragwerksplanung, technische Ausrüstungsplanung und geotechnische Berechnungen nach HOAI-Standards mit einer geplanten Dauer von 720 Tagen.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Gemäß Hamburger Senatsbeschluss gelten seit 2012 neue Bemessungswasserstände für öffentliche Hochwasserschutzanlagen in Hamburg, die eine Anpassung aller HWS-Anlagen zur Folge haben. Dafür wird die Hamburger Hauptdeichlinie im Rahmen des Bauprogramms Hochwasserschutz sukzessiv bis 2050 verstärkt. Im Südosten von Finkenwerder befindet sich der 1.441 m lange Aue Hauptdeich, der als Gründeich ausgebildet ist. Dieser ist entsprechend um 0,90 m auf eine Sollhöhe von NHN +8,60 m zu erhöhen. Während der Planung zur Deicherhöhung wurde festgelegt, dass zukünftige Klimaveränderungen und die damit einhergehenden, sich ändernden Wasserstände berücksichtigt werden sollen, um eine folgende Erhöhung des Aue Hauptdeiches möglichst leicht und nachhaltig umsetzen zu können. Dafür wurde eine 2. Ausbaustufe mit dem Planungshorizont 2100 festgelegt. Die Sollhöhe des Deiches wurde für die 2. Ausbaustufe auf NHN +9,40 m festgelegt. Der Aue Hauptdeich ist auf Grund von Einbauten und unterschiedlichen Querschnitten in 5 Abschnitte (Nord 1.1, Auedeichsiel 1.2, Mitte 2, Storchennest 3.1 und Süd 3.2) unterteilt. Das Auedeichsiel kreuzt den Aue Hauptdeich bei Dkm 19+252. Es ist ca. 90 m lang, ca. 1,8 m breit und ca. 2,3 m hoch. Im Wesentlichen besteht das Bauwerk aus einem einzügigen Sielzug, dem Ein- und Auslaufbauwerk und einem Betriebsgebäude mit Betriebsschacht. Der Sielzug ist eine kastenförmige Rahmenkonstruktion aus Stahlbeton aus dem Jahr 1968. Die Deckenplatte ist konkav gewölbt. Der Sielzug besteht aus einzelnen Baublöcken, welche durch eine Fugenkonstruktion druckwasserseitig verbunden sind. Ein Sielblock wurde 1968 nicht erneuert und besteht heute noch aus dem Jahr 1393/45. Der Sielzug gründet auf eine erhaltenen Sohlplatte aus dem Jahr 1939/45 und der vorhandenen Holzpfahlgründung aus 1939/45. Es entwässert den Auedeichgraben und den Ringgraben in den Finkenwerder Vorhafen und ist somit ein Bauwerk der Wasserwirtschaft. Bei steigenden Elbwasserständen schließt das Stemmtor und schützt das Hinterland vor erhöhten Wasserständen. Die zweite Deichsicherheit wird über ein Hubschütz sichergestellt. Im Verlauf der Planungen zur Erhöhung des Aue Hauptdeiches hat sich herausgestellt, dass das Auedeichsiel keine zusätzlichen rechnerischen Traglastreserven im Sielquerschnitt und in der Gründung aufweist. Aufgrund dessen ist es nicht möglich das Kreuzungsbauwerk mit einem erhöhten Deich zu überbauen. Für das Auedeichsiel ist ein Ersatzneubau zu planen. Der Ersatzneubau ist in die aktuelle Erhöhungsmaßnahme planerisch zu integrieren. Für das Auedeichsiel liegt eine aktuelle hydraulisch-wasserwirtschaftliche Bedarfsplanung vor, aus der die Dimensionierung für den Ersatzneubau abzuleiten ist. Zudem ist der Rückbau des Bestandssiels sowie die bauzeitliche Aufrechterhaltung des Sielbetriebs zu planen. Der Standort des neuen Auedeichsiels wird im Rahmen der Planungsleistung der Objekt- und Tragwerksplanung u.a. unter Berücksichtigung der Bestandsbauwerke, der Empfehlungen der Kampfmittelplanung, umweltspezifischen Belange und Flächenverfügbarkeiten festgelegt. Die Deichplanung im Bereich des Auedeichsiels unter Berücksichtigung beider Ausbaustufen und den nördlich und südlich angrenzenden Planungen (Abschnitt 1.1 und Abschnitt 2) sind ebenfalls Gegenstand dieser Planungsaufgabe. Während der Baumaßnahme des Auedeichsiels ist der Verkehr auf der Straße Aue-Hauptdeich sowie den querenden Fahrrad-/Fußgängerwegen weitestgehend aufrechtzuerhalten. Building Information Modeling (BIM) soll in diesem Projekt angewendet werden. Im Rahmen des Planungsprozesses sind Maßnahmen zum Klima-Optimierten Bauen in den Bereichen Design (Varianten), Baustoffauswahl, Liefertransporte, Baustellenlogistik und Abläufe zu identifizieren und bewerten. Die Leistungspflicht des AN umfasst die Leistungen der - Objektplanung Ingenieurbauwerke in den Leistungsphasen 1 bis 7 gemäß §43 HOAI - Tragwerksplanung für die Leistungsphasen 1 bis 6 gemäß §51 HOAI - technische Ausrüstung für die Leistungsphasen 1 bis 3 und 5 bis 7 gemäß §55 HOAI, jeweils für die Anlagengruppe 4, die Anlagengruppe 7.2 und die Anlagengruppe 8 - geotechnische Berechnungen
Qualifikation
Entgegen des vorgenannten Ausschlussgrundes gelten alle Ausschlussgründe gem. § 123 und §124 GWB. Der Bewerber bzw. die Bewerbergemeinschaft hat eine Erklärung vorzulegen, dass keine zwingenden Ausschlussgründe gem. § 123 GWB und keine fakultativen Ausschlussgründe gem. § 124 GWB vorliegen. Die Formale Prüfung der eingegangenen Teilnahmeanträge erfolgt anhand der in den Unterlagen genannten Anforderungen. Dabei wird der Auftraggeber die Regelungen der § 56 VgV berücksichtigen.
Lose
1 LosGemäß Hamburger Senatsbeschluss gelten seit 2012 neue Bemessungswasserstände für öffentliche Hochwasserschutzanlagen in Hamburg, die eine Anpassung aller HWS-Anlagen zur Folge haben. Dafür wird die Hamburger Hauptdeichlinie im Rahmen des Bauprogramms Hochwasserschutz sukzessiv bis 2050 verstärkt. Im Südosten von Finkenwerder befindet sich der 1.441 m lange Aue Hauptdeich, der als Gründeich ausgebildet ist. Dieser ist entsprechend um 0,90 m auf eine Sollhöhe von NHN +8,60 m zu erhöhen. Während der Planung zur Deicherhöhung wurde festgelegt, dass zukünftige Klimaveränderungen und die damit einhergehenden, sich ändernden Wasserstände berücksichtigt werden sollen, um eine folgende Erhöhung des Aue Hauptdeiches möglichst leicht und nachhaltig umsetzen zu können. Dafür wurde eine 2. Ausbaustufe mit dem Planungshorizont 2100 festgelegt. Die Sollhöhe des Deiches wurde für die 2. Ausbaustufe auf NHN +9,40 m festgelegt. Der Aue Hauptdeich ist auf Grund von Einbauten und unterschiedlichen Querschnitten in 5 Abschnitte (Nord 1.1, Auedeichsiel 1.2, Mitte 2, Storchennest 3.1 und Süd 3.2) unterteilt. Das Auedeichsiel kreuzt den Aue Hauptdeich bei Dkm 19+252. Es ist ca. 90 m lang, ca. 1,8 m breit und ca. 2,3 m hoch. Im Wesentlichen besteht das Bauwerk aus einem einzügigen Sielzug, dem Ein- und Auslaufbauwerk und einem Betriebsgebäude mit Betriebsschacht. Der Sielzug ist eine kastenförmige Rahmenkonstruktion aus Stahlbeton aus dem Jahr 1968. Die Deckenplatte ist konkav gewölbt. Der Sielzug besteht aus einzelnen Baublöcken, welche durch eine Fugenkonstruktion druckwasserseitig verbunden sind. Ein Sielblock wurde 1968 nicht erneuert und besteht heute noch aus dem Jahr 1393/45. Der Sielzug gründet auf eine erhaltenen Sohlplatte aus dem Jahr 1939/45 und der vorhandenen Holzpfahlgründung aus 1939/45. Es entwässert den Auedeichgraben und den Ringgraben in den Finkenwerder Vorhafen und ist somit ein Bauwerk der Wasserwirtschaft. Bei steigenden Elbwasserständen schließt das Stemmtor und schützt das Hinterland vor erhöhten Wasserständen. Die zweite Deichsicherheit wird über ein Hubschütz sichergestellt. Im Verlauf der Planungen zur Erhöhung des Aue Hauptdeiches hat sich herausgestellt, dass das Auedeichsiel keine zusätzlichen rechnerischen Traglastreserven im Sielquerschnitt und in der Gründung aufweist. Aufgrund dessen ist es nicht möglich das Kreuzungsbauwerk mit einem erhöhten Deich zu überbauen. Für das Auedeichsiel ist ein Ersatzneubau zu planen. Der Ersatzneubau ist in die aktuelle Erhöhungsmaßnahme planerisch zu integrieren. Für das Auedeichsiel liegt eine aktuelle hydraulisch-wasserwirtschaftliche Bedarfsplanung vor, aus der die Dimensionierung für den Ersatzneubau abzuleiten ist. Zudem ist der Rückbau des Bestandssiels sowie die bauzeitliche Aufrechterhaltung des Sielbetriebs zu planen. Der Standort des neuen Auedeichsiels wird im Rahmen der Planungsleistung der Objekt- und Tragwerksplanung u.a. unter Berücksichtigung der Bestandsbauwerke, der Empfehlungen der Kampfmittelplanung, umweltspezifischen Belange und Flächenverfügbarkeiten festgelegt. Die Deichplanung im Bereich des Auedeichsiels unter Berücksichtigung beider Ausbaustufen und den nördlich und südlich angrenzenden Planungen (Abschnitt 1.1 und Abschnitt 2) sind ebenfalls Gegenstand dieser Planungsaufgabe. Während der Baumaßnahme des Auedeichsiels ist der Verkehr auf der Straße Aue-Hauptdeich sowie den querenden Fahrrad-/Fußgängerwegen weitestgehend aufrechtzuerhalten. Building Information Modeling (BIM) soll in diesem Projekt angewendet werden. Im Rahmen des Planungsprozesses sind Maßnahmen zum Klima-Optimierten Bauen in den Bereichen Design (Varianten), Baustoffauswahl, Liefertransporte, Baustellenlogistik und Abläufe zu identifizieren und bewerten. Die Leistungspflicht des AN umfasst die Leistungen der - Objektplanung Ingenieurbauwerke in den Leistungsphasen 1 bis 7 gemäß §43 HOAI - Tragwerksplanung für die Leistungsphasen 1 bis 6 gemäß §51 HOAI - technische Ausrüstung für die Leistungsphasen 1 bis 3 und 5 bis 7 gemäß §55 HOAI, jeweils für die Anlagengruppe 4, die Anlagengruppe 7.2 und die Anlagengruppe 8 - geotechnische Berechnungen
Zuschlagskriterien
1 Kriterien- price
Das alleinige Zuschlagskriterium im Verhandlungsverfahren ist der Preis.