Planung der technischen Ausrüstung für die Sanierung eines Hortgebäudes in Berlin
Land Berlin vertr. durch BA Mitte v. Berlin · Berlin, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Das Land Berlin, vertreten durch das Bezirksamt Mitte, beauftragt die Planung der technischen Ausrüstung für die Gesamtsanierung des Hortgebäudes der Gesundbrunnen-Grundschule in der Prinzenallee 9 in Berlin. Vorgesehen sind unter anderem die Sanierung der Sanitäranlagen und Haustechnik, die Herstellung der Barrierefreiheit einschließlich eines Aufzugs, Konzepte für Brandschutz, Amokschutz und Akustik, eine energetische Fenstersanierung mit Sonnenschutz sowie die Prüfung von Photovoltaik auf dem Dach. Die Leistungen umfassen die Anlagengruppen 1 bis 6 in den Leistungsphasen 1 bis 9 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure und werden stufenweise vergeben; die Teilnahmefrist endet am 29. September 2026.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Der Bezirk Mitte plant auf dem Standort der Gesundbrunnen-Grundschule in der Prinzenallee 9, 13357 Berlin, eine Gesamtsanierung des Bauteils 2 (Hortgebäude). Dabei sollen die Sanitäranlagen umgebaut und ergänzt werden, die Haustechnik soll instandgesetzt werden, Barrierefreiheit für das Gebäude (u.a. durch An-/Einbau eines Aufzuges) geschaffen werden, Brandschutz-, AMOK- sowie Akustikkonzepte erstellt und umgesetzt werden und eine energetische Fenstersanierung einschl. Sonnenschutz erfolgen. Des Weiteren sind kleinere Umbauarbeiten im Innenraum sowie eine Schadstoffsanierung notwendig. Während der Baumaßnahmen sollen Mensa, Toiletten und GE-Klassen (Klassen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“) in Container auf dem Schulhof ausgelagert werden. Zudem soll das Dach nach Möglichkeit Photovoltaik-Elemente erhalten. Es sind Leistungen der Technischen Ausrüstung der Anlagengruppen 1 bis 6 in den Leistungsphasen 1 bis 9 gem. § 55 HOAI zu erbringen.
Qualifikation
Es gelten die gesetzlichen Ausschlussvoraussetzungen nach §§ 123 bis 126 GWB. Der Bewerber hat anzugeben, ob Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen und ob er selbst bzw. ein nach Satzung oder Gesetz für den Bewerber Vertretungsberechtigter in den letzten zwei Jahren • gem. § 21 Abs. 1 Satz 1 oder 2 Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz oder gem. § 21 Abs. 1 Arbeitnehmerentsendegesetz oder gem. § 19 Abs. 1 Mindestlohngesetz mit einer Freiheitsstrafe von mehr als drei Monaten oder einer Geldstrafe von mehr als 90 Tagessätzen oder einer Geldbuße von mehr als 2.500 Euro belegt worden ist. Nicht fristgerecht eingereichte Teilnahmeanträge bzw. schriftliche (in Papierform eingereichte) oder formlose Anträge werden im weiteren Verfahren nicht berücksichtigt. Ausschluss von Interessenbekundungen, Interessenbestätigungen, Teilnahmeanträgen und Angeboten erfolgt nach § 57 VgV. Ab einem geschätzten Auftragswert von 50.000 Euro (ohne Umsatzsteuer) ist ein öffentlicher Auftraggeber gemäß § 6 Absatz 1 Wettbewerbsregistergesetz (WRegG) verpflichtet, vor Erteilung des Zuschlags bei der Registerbehörde abzufragen, ob im Wettbewerbsregister Eintragungen zu demjenigen Bieter, an den er den Auftrag zu vergeben beabsichtigt, gespeichert sind. Der Bieter hat den Vordruck Wirt124.1 (Hinweise restriktiver Maßnahmen ggü. Russland) im Vergabeverfahren zu beachten (Vertragsbestandteil). Diese Hinweise gelten auch für Unterauftragnehmer, Lieferanten oder Eignungsverleiher Im Rahmen des Teilnahmewettbewerbs können alle Unterlagen nachgefordert bzw. korrigiert werden. Das Einreichen von unausgefüllten Bewerbungsbögen ist nicht korrekturfähig. Teilnahmeanträge ohne Bewerbungsbogen bzw. leerem Bewerbungsbogen müssen vom weiteren Verfahren ausgeschlossen werden.
Lose
1 LosDer Auftrag beinhaltet Leistungen der Technischen Ausrüstung entsprechend der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI) Teil 4 Fachplanung Abschnitt 2 Technische Ausrüstung. Es ist beabsichtigt, die Anlagengruppen 1 bis 6 in den Leistungsphasen (LPh) 1 bis 9 gemäß § 55 HOAI ganz oder teilweise sowie besondere Leistungen zu vergeben. Die Leistungen werden stufenweise beauftragt, mit Vertragsschluss zunächst LPh 1 bis 2, im Anschluss folgen weitere Leistungen nach § 5 des Vertrags. Der Bezirk Mitte plant auf dem Standort der Gesundbrunnen-Grundschule in der Prinzenallee 9, 13357 Berlin, eine Gesamtsanierung des Bauteils 2 (Hortgebäude). Dabei sollen die Sanitäranlagen umgebaut und ergänzt werden, die Haustechnik soll instandgesetzt werden, Barrierefreiheit für das Gebäude (u.a. durch An-/Einbau eines Aufzuges) geschaffen werden, Brandschutz-, AMOK- sowie Akustikkonzepte erstellt und umgesetzt werden und eine energetische Fenstersanierung einschl. Sonnenschutz erfolgen. Des Weiteren sind kleinere Umbauarbeiten im Innenraum sowie eine Schadstoffsanierung notwendig. Während der Baumaßnahmen sollen Mensa, Toiletten und GE-Klassen (Klassen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“) in Container auf dem Schulhof ausgelagert werden. Zudem soll das Dach nach Möglichkeit Photovoltaik-Elemente erhalten. Weiterhin ist angedacht, den aktuell eingeschossigen Gebäudeteil am Ost-Giebel wieder in den dreigeschossigen Zustand von 1951 zurückzuführen. In den zusätzlichen Räumen sollen die Aufzugsanlage, Sanitäranlagen und ggf. die GE-Klassen untergebracht werden. Die Finanzierung für die Wiederherstellung ist noch in Klärung. Daher wird die Wiederherstellung als optionales Leistungspaket angefragt. Erste Abstimmungen mit der Denkmalbehörde zur Aufzugsanlage sowie Wiederherstellung der Kubatur von 1951 sind bereits erfolgt. Der aktuell geschätzte Kostenrahmen nach Grobkostenschätzung (KG 300/400), ohne Wiederherstellung Giebelseite Ost, beträgt 7.306.657 Euro brutto. Der darin enthaltene Technikanteil beträgt: 2.557.330 Euro brutto. Das Hortgebäude der Gesundbrunnen-Grundschule wurde zwischen 1893 und 1894 als 9. Realschule von Hermann Blankenstein und Paul Hesse erbaut. Das in Backsteinbauweise errichtete Gebäude gehört zu den typischen Schulbauten des Stadtbaurats Hermann Blankenstein. Es steht mit dem gesamten Ensemble aus Hauptgebäude, Turnhalle und Dienstwohngebäude unter Denkmalschutz. Das Gebäude wird für schulische Zwecke – Unterrichtsräume, Hort und Mensa – genutzt. Zukünftig sollen im Gebäude auch Integrationsklassen mit GE-Kindern untergebracht werden. Die Aufgabe umfasst u.a. folgende Maßnahmen: - Sanierung der Schmutz- und Trinkwasserleitungen in Sanitärräumen und Teeküchen - Erneuerung der Trinkwasserleitung ab Trinkwassereinspeisung - Erneuerung der Schmutzwasserleitung erfolgt ab Übergabeschacht ggf. im Außenbereich - die Regenentwässerung soll auf eigenem Grundstück erfolgen - Erneuerung von Wärmeverteilernetz und Raumheizflächen im Sanierungsbereich - die Be- und Entlüftung des Gebäudes soll grundsätzlich über eine natürliche Be- und Entlüftung erfolgen - Barrierefreie, für GE-Klassen (Klassen mit dem Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“) geeignete Sanitärräume herstellen einschl. Wickelbereich - Prüfung, ggf. Sanierung der Blitzschutzanlage für das gesamte Gebäude inkl. Ring- und Tiefenerder - Erneuerung des Leitungsnetzes, ggf. der UV und der HV und der kompletten Beleuchtung im Sanierungsbereich - Herstellung einer normgerechten Flucht- und Rettungswegbeleuchtung - Planung und Einbau eines innenliegenden Aufzuges, behindertengerecht - Erweiterung und Anschluss der Hausalarmierung und Klingelanlage - Vorrüstung für den späteren Aufbau einer PV-Anlage (PV-Ready) Zusätzliche / Besondere Leistungen: - Wirtschaftliche Betrachtung der Grauwassernutzung Für die erforderlichen Fachplanungen nach Teil 4 HOAI werden durch den Auftraggeber Fachingenieure an der Planung beteiligt, deren Beiträge zu verwenden bzw. deren Leistungen zeitlich und fachlich zu koordinieren sind. Die Leistungen sind mit der Objektplanung abzustimmen und einzuarbeiten. Es ist vorgesehen, folgende Leistungen durch andere fachlich Beteiligte zu übergeben: Objektplanung, Brandschutzkonzept, Fachplanung Tragwerksplanung, Freianlagenplanung, Bodengutachten (Ergänzung). Folgende Termine sind zu beachten: LPh 1 (VPU): I. Quartal 2027 LPh 2 und 3: III. Quartal 2027 LPh 4: IV. Quartal 2027 LPh 5: III. Quartal 2028 LPh 6 und 7: IV. Quartal 2028 Baubeginn: I. Quartal 2029 Baufertigstellung: I. Quartal 2031 Grundlage der Beauftragung ist das gültige Vertragsmuster IV 411.H F der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen für Technische Ausrüstung einschließlich AVB (abrufbar unter: https://www.berlin.de/sen/sbw/service/rechtsvorschriften/bereich-bauen/anweisung-bau-abau/). Die Planungs- und Arbeitssprache ist deutsch.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality15%
Darstellung Personalkonzept; Qualifikation und Erfahrung der vorgesehenen Mitarbeiter; Darstellung zur geplanten Zusammenarbeit mit dem AG, anderen Planern und zur Durchführung des Bauvorhabens
- quality35%
Darstellung der Herangehensweise unter der Berücksichtigung der besonderen Anforderungen bspw. Anhand von vergleichbaren Referenzprojekten ähnlicher Aufgabestellung.
- quality10%
Darstellung der vorgesehenen und im Angebot enthaltenen Instrumente zur Einhaltung von Kosten, Terminen, Qualitäten, sowie Sicherstellung der Mittelverausgabung und Dokumentationen.
- quality5%
Umgang mit Rückfragen des Auswahlgremiums und Gesamteindruck der Präsentation.
- cost33%
Honorarangebot für Gesamtleistung einschließlich besonderer Leistungen, Nebenkosten und Berücksichtigung von Zu- und / oder Abschlägen
- cost2%
Stundensätze