Objektplanungsleistungen für Gebäudesanierung Rathaus Verbandsgemeinde Rhein-Nahe
Verbandgemeinde Rhein-Nahe · Bingen am Rhein, Deutschland · TED
- 24. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtQuelle: TED
- 11. Juni 2025Zuschlag erteiltZuschlag an büro für architektur · €145k
Zusammenfassung
Die Verbandsgemeinde Rhein-Nahe sucht einen Planer für die Objektplanungsleistungen (Leistungsphasen 1–9 nach HOAI) zur umfassenden Sanierung ihres Rathauses in Bingen am Rhein. Das 1982–1984 erbaute Verwaltungsgebäude mit etwa 430 m² Grundfläche und 5.600 m³ umbautem Raum soll energetisch, brandschutztechnisch, akustisch und sanitär modernisiert werden; die Brandschutz- und Akustiksanierung sollen bis Ende 2025, die Sanitäranlagen 2026 fertiggestellt sein. Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst für die Leistungsphasen 1–4 (Genehmigungsplanung), danach optional für die Phasen 5–9.
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Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
Word-Dokument · 124 KB
Präqualifikation (PQ-VOB) vorhanden
PQ-Nummer hinterlegt, gültig bis 12/2026.
Betriebshaftpflicht mind. 3 Mio. € Deckungssumme
Police über 5 Mio. € je Schadensfall.
Drei Referenzen vergleichbarer Größe der letzten 5 Jahre
Zwei Referenzen passen, die dritte liegt knapp darunter.
Eigenerklärung zur Tariftreue liegt vor
Standardformular im Bewerberprofil hinterlegt.
Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: büro für architektur
Auftragswert
€145k
Zuschlag am
11. Juni 2025
Beschreibung
Im Rahmen einer umfassenden Sanierung wird das Rathaus der Verbandsgemeinde Rhein-Nahe energetisch, brandschutztechnisch, akustisch und im Bereich der sanitären Einrichtungen modernisiert. Das Gebäude wurde zwischen 1982 und 1984 erbaut und dient als Verwaltungsgebäude mit einer Grundfläche von ca. 430 m² und einem umbauten Raum von 5.600 m³ auf 5 Geschossen. Die Sanierungsmaßnahmen umfassen u.a. die folgenden wesentlichen Bereiche, wobei diese Liste nicht abschließend ist: 1. Brandschutzsanierung - Umsetzung der im Brandschutzkonzept festgelegten baulichen Maßnahmen, insbesondere die Ausstattung des Treppenraums mit feuerhemmenden Türen und die Schaffung eines zweiten Fluchtwegs im 3. Obergeschoss. 2. Energetische Sanierung (KIPKI-Förderprogramm) - Austausch der Fenster im Sitzungssaal und Besprechungsraum. - Installation von Sonnenschutzsystemen. - Modernisierung von Heizkörpern und Beleuchtung im Sitzungssaal und Besprechungsraum. 3. Akustische Sanierung - Akustikmaßnahmen an Decken und Wänden im Sitzungssaal (Raum 100) sowie im Besprechungsraum (Raum 202). - Sanierungsarbeiten in den Büros des Bürgermeisters und des Büroleiters, einschließlich der Erneuerung von Fußbodenbelägen, Beleuchtung sowie ggf. der Installation von Wand- oder Deckenabsorbern. 4. Sanierung der Sanitärbereiche - Umfassende Modernisierung der bestehenden Toilettenanlagen unter Beibehaltung des Grundrisses. - Erneuerung des Abwasser- und Leitungsnetzes sowie Anpassung der Entwässerungsanlagen, um den Anforderungen an Hygiene, Energieeffizienz und Betriebssicherheit gerecht zu werden. Zudem sind Änderungen/Ergänzungen in Räumlichkeiten des Gebäudes nicht ausgeschlossen. Die Baukosten (netto) für die Sanierung werden erwartet: KG 300 Bauwerk - Baukonstruktion 648.350,00 EUR KG 400 Bauwerk - Technische Anlagen 202.253,00 EUR KG 410 Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen 168.253,00 EUR KG 420 Wärmeversorgungsanlagen 15.000,00 EUR KG 430 Raumlufttechnische Anlagen 19.000,00 EUR Gegenstand des Vergabeverfahrens ist die Erbringung der dafür erforderlichen Planungs- und Bauüberwachungsleistungen. Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Leistungsphasen 1-4, also bis zur Genehmigungsplanung beauftragt werden und anschließend die Leistungsphasen 5-9. Auf eine Weiterbeauftragung besteht kein Rechtsanspruch. Die Leistungen werden losweise ausgeschrieben wie folgt: Los 1 - Objektplanungsleistungen für Gebäude, LP 1-9 nach § 34 HOAI Los 2 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung HLS, LP 1-9 nach § 55 HOAI. Leistungszeit: Die Bauarbeiten der Brandschutz- und die Akustiksanierung sollen bis zum 31. Dezember 2025 abgeschlossen sein, während die Arbeiten an den Sanitäranlagen im Jahr 2026 erfolgen. Die Sanierungsmaßnahmen sollen während des laufenden Betriebs des Rathauses umgesetzt werden, ohne dass eine vollständige Auslagerung von Personal oder Fachbereichen notwendig ist. Das Vorhaben wird aus öffentlichen Mitteln gefördert. Die Einhaltung der Fördervoraussetzungen ist zu jeder Zeit zu gewährleisten. Bezüglich der Beschreibung der Leistung orientiert sich die Auftraggeberin an den Leistungsbildern der HOAI 2021. Näheres regelt der Vertrag.
Lose
1 LosGegenstand dieser Ausschreibung ist Los 1 - Objektplanungsleistungen für Gebäude § 34, HOAI, in den Leistungsphasen 1- 9.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- price35%
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem doppelt so hohen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung der Angebote fließen die Zeithonorare für den Bereich der Objektplanung mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Geschäftsführer - 40 Stunden Architekt/Ingenieur - 20 Stunden Zeichner/Schreibkraft.
- quality30%
Hinsichtlich des Wertungskriterium "Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe, bewertet anhand der Konzeptidee für eine sinnvolle Gestaltung des Bauablaufs" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem die vorgestellte Konzeptidee für den Bauablauf erhebliche Einwirkungen auf den Betrieb des Rathauses erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei dem eine Konzeptidee für die Realisierung der Baumaßnahme vorgestellt wird, die die Beteiligten in den Blick nimmt und nur vertretbare Beeinträchtigungen des laufenden Betriebes vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das Methoden aufzeigt, wie möglichst geringe Beeinträchtigungen, beispielsweise durch Baulärm oder räumliche Einschränkungen, entstehen und der Unterrichtsbetrieb während der ganzen Planungs- und Realisierungszeit weiterlaufen kann, etwa durch sinnvolle Abschnittsbildung oder Aufstellung von Container.
- quality10%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitätsmanagement im Rahmen des Planungsprozesses und der Umsetzung der Planung im Zuge der Ausschreibung und während der Bauphase" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist.
- quality20%
Hinsichtlich des Wertungskriterium " Intensität der Bauüberwachung und -betreuung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt, die eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine durchgehende Anwesenheit der Bauleitung verspricht.
- quality5%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.