Objektplanungsleistungen für energetische Sanierung der Kindertagesstätte Regenbogen
Zweckverband der 12 Gemeinden des ehemaligen Amtes Tronecken · Thalfang, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Der Zweckverband der 12 Gemeinden des ehemaligen Amtes Thronecken in Thalfang sucht einen Objektplaner für die energetische Sanierung der Kindertagesstätte Regenbogen auf Effizienzhausstandard 70. Die Leistungen umfassen Gebäudeplanung in den Leistungsphasen 1 bis 9 gemäß HOAI, mit einem erwarteten Bauvolumen von etwa 2,1 Millionen Euro netto für Dämmmaßnahmen, Fenstertausch und Anlagentechnik inklusive Wärmepumpe und Photovoltaik. Das Projekt wird durch EFRE-Fördermittel finanziert und muss bis September 2026 abgeschlossen sein.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Der Zweckverband der 12 Gemeinden des ehemaligen Amtes Thronecken plant die energetische Sanierung der Kindertagesstätte Regenbogen in Thalfang. Im Zuge der geplanten Sanierung soll die Kindertagesstätte auf den Effizienzhausstandard 70 ausgerichtet werden. Dies soll einerseits durch die Verbesserung der Gebäudehülle mittels Dammmaßnahmen und andererseits durch die Erneuerung der Wärmeerzeugung/-verteilung/ -übergabe erreicht werden. Es ist vorgesehen, die Gebäudehülle in ihrer Gesamtheit durch geeignete Dämmmaßnahmen auf das energetische Niveau eines Neubaus zu bringen. Dies erfordert, dass sämtliche an die Außenluft angrenzenden Bauteile hinsichtlich ihrer Wärmedurchgangskoeffizienten über die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) hinaus ertüchtigt werden. Hierfür sind folgende Maßnahmen vorgesehen: - Dämmung der Fassade mit 18cm Dämmstoff in der Wärmeleitgruppe 035, - Austausch aller Fenster auf dreifachverglaste Fenster, - Dämmung des Daches mit einer Kombination aus Zwischen- und Aufsparrendämmung, - Dämmung des Flachdaches, - Raumseitige Dämmung der Bodenplatten. Die an das Erdreich angrenzenden Außenwände sollen nach Möglichkeit ebenfalls deutlich verbessert werden, sofern der Kosten-Nutzen-Faktor in einem rentablen Maße steht. Im Rahmen der energetischen Sanierung soll zudem die Anlagentechnik modernisiert werden. Dazu soll das bestehende Heizungssystem vollständig auf Wärmeerzeugung über eine Wärmepumpe umgestellt werden, die die erzeugte Wärme an das Fußbodenheizungssystem abgibt. Mittels Erdsonden, welche die Wärmepumpe versorgen, soll zukünftig erneuerbare Energie zum Heizen eingesetzt werden. Dieses System soll in der Perspektive auch zum Kühlen genutzt werden. Weiterhin ist vorgesehen, auch die Wärmeverteilung und -übergabe vollständig zu erneuen. So soll ein modernes und intelligent gesteuertes Fußbodenheizungssystem für einen geringen Wärmeverbrauch sorgen. Ebenso soll in dem Zuge auch der untere Gebäudeabschluss, die Bodenplatte, energetisch verbessert werden. Durch den Einbau der Fußbodenheizung muss der Estrich entfernt werden, was vorliegend die Gelegenheit bietet, moderne, gut gedämmte Fußbodenaufbauten zu verwenden. Zudem soll der Strombedarf des Gebäudes zukünftig zu einem großen Teil über Photovoltaikanlage gedeckt werden. Die Maßnahme wird aus öffentlichen Mitteln gefördert. Es wurde ein Fördermittelantrag (EFRE) gestellt, welcher bereits bewilligt wurde mit der Folge, dass die Vorgaben des Konzepts zur Energetischen Berechnung der geplanten Sanierung, der EFRE-Fördercall sowie die Vorgaben des Zuwendungsbescheides planerisch und baulich verbindlich sind und umgesetzt werden müssen. Der Kostenschwerpunkt der Sanierungen liegt entsprechend der Vorgaben des Fördermittelbescheides mit mindestens 70% auf den gebäudeseitigen energetischen Sanierungsmaßnahmen, d.h. auf Fassadendämmung, Dämmung Dach / oberste Geschossdecke, Dämmung Bodenplatte / Kellerdecke / Kellerwände, Austausch Fenster / Außentüren / Pfosten-Riegel-Fassaden (zuzüglich Ausgaben für den sommerlichen Wärmeschutz etwaig in Form einer kombinierten Lösung über die Fenster), für notwendige Gebäudeautomatisation, Steuerung und Regelung sowie Raumlufttechnische Anlagen. Die Vorgaben des EFRE-Zuwendungsbescheids sind verbindlich und zwingend einzuhalten. Hinsichtlich der weiteren Einzelheiten wird auf die beigefügte Leistungsbeschreibung Bezug genommen, welche Bestandteil der Vergabeunterlagen/Vertragsunterlagen ist.
Qualifikation
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Lose
1 LosGegenstand dieser Ausschreibung ist als Los 1 die Objektplanung für Gebäude gem. § 34 HOAI i.V.m. Anlage 10 HOAI in den Leistungsphasen 1-9. Die Baukosten (netto) für die energetische Sanierung werden erwartet: KG 300 - Bauwerk - Baukonstruktion: 1.250.000,00 EUR: KG 320 Dämmung Bodenplatte: 150.000,00, KG 330 Dämmung Außenwände: 400.000,00, KG 360 Dämmung Dach + Dachstuhl: 500.000,00, KG 370 Austausch Fenster und Türen: 200.000,00. KG 400 - Bauwerk - Technische Anlagen: 850.000,00 EUR: KG 410 Abwasser-, Wasser- und Gasanlagen: 200.000,00 EUR, KG 420 Wärmeversorgungsanlagen: 300.000,00 EUR, KG 430 Raumlufttechnische Anlagen: 200.000,00 EUR, KG 480 Gebäude- und Anlagenautomation: 150.000,00 EUR. Gesamt: 2.100.000,00 EUR. Die Leistungen werden losweise ausgeschrieben wie folgt: Los 1 - Objektplanungsleistungen für Gebäude nach § 34 HOAI in LP 1-9, Los 2 - Planungsleistungen der Technischen Ausrüstung Elektro und HLS nach § 55 HOAI in LP 1-9.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- price35%
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Angebot mit einem 1,5-fachen Preis erhält 0 Punkte. Dazwischen wird interpoliert. In die Wertung Ihres Angebots fließen die Zeithonorare mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 15 Stunden Architekt/Geschäftsführer - 30 Stunden Architekt/Ingenieur angestellt - 30 Stunden Zeichner/Schreibkraft.
- quality10%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe, bewertet anhand der Konzeptidee für eine wirtschaftliche Sanierung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dessen Konzeptidee eine unwirtschaftliche Sanierung zu erwarten ist. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei dem eine Konzeptidee vorgestellt wird, die eine durchschnittliche Wirtschaftlichkeit der Sanierung erwarten lässt. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine sehr wirtschaftliche Sanierung erwarten lässt.
- quality10%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Systematische Herangehensweise an die Planungsaufgabe, bewertet anhand der Konzeptidee für die Materialität unter Berücksichtigung der gewünschten Energieeffizienz" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, dessen Konzeptidee bei der Wahl der Materialität kein energieeffizientes Betreiben der Kita erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, dessen Konzeptidee bei der Wahl der Materialität ein durchschnittlich energieeffizientes Betreiben der Kita erwarten lässt. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, dessen Konzeptidee bei der Wahl der Materialität ein besonders energieeffizientes Betreiben der Kita erwarten lässt und hierbei insbesondere auch den Kostenrahmen berücksichtigt.
- quality15%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitätsmanagement im Rahmen des Planungsprozesses und der Umsetzung der Planung im Zuge der Ausschreibung und während der Bauphase" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitätsmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird und nicht zu erwarten ist, dass die Planung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erfolgt, und zwar nicht nur die eigene des Bieters, sondern auch diejenige der Fachplaner. Eine Beurteilung von 4-6 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitätsmanagement durch eine systematische Abarbeitung des Grundleistungskataloges der Leistungsphasen der HOAI erfolgt und das erwarten lässt, dass die Leistung termingerecht, kostengerecht und Qualität gesichert erbracht wird. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass die Projektziele sichergestellt werden und eine spürbare Entlastung für den Bauherrn zu erwarten ist.
- quality25%
Hinsichtlich des Wertungskriterium "Intensität der Bauüberwachung und -betreuung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt, die eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine durchgehende Anwesenheit der Bauleitung verspricht.
- quality5%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigen Risikoverteilung zulasten des Auftraggebers führt, beispielsweise durch die Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das Verbesserungsvorschläge zu Gunsten des Auftraggebers beinhaltet, u.a. eine für den Auftraggeber günstigere Risikoverteilung vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.