Objektplanung für die Stahlbeton-Sanierung der denkmalgeschützten Großmarkthalle in Köln
Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen · Köln, Deutschland · TED
- 27. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtQuelle: TED
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Zusammenfassung
Das Amt für Recht, Vergabe und Versicherungen in Köln beschafft Planungsleistungen für die Sanierung des Stahlbetontragwerks der denkmalgeschützten Großmarkthalle in der Marktstraße 10. Die Leistungen umfassen die Leistungsphasen 2 bis 9 sowie besondere Leistungen der Objektplanung für Ingenieurbauwerke beziehungsweise in Anlehnung an die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure. Anlass sind unter anderem durch Witterungseinflüsse verursachte Betonschäden, Korrosion und Querschnittsschwächungen der Stahlarmierung; ein Zeitrahmen ist nicht angegeben.
Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
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Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: unbekannt
Auftragswert
unbekannt
Beschreibung
Leistungen der Objektplanung-Ingenieurbauwerke bzw. Leistungen der Objektplanung in Anlehnung an die HOAI für die Stahlbeton-Sanierung der Großmarkthalle in Köln, Leistungsphasen 2 bis 9 und Besondere Leistungen
Lose
1 LosAllgemein: Das historische und denkmalgeschützte Bauwerk; Bauzeit 1936-38, ist ein weitspannendes Stahlbetontragwerk mit Hauptbindersystem und Tragrippen für das circa 8 cm starke, parabelförmige Gewölbehaus (siehe HIG Ingenieurgesellschaft mbH, Sanierungskonzept Großmarkthalle, 29.02.2024). Witterungseinflüsse haben im Laufe der Jahrzehnte erhebliche Schäden, wie eine Karbonatisierung des Betons, sowie Korrosion und Querschnittsschwächung der Stahlarmierung verursacht. Vor allem die besonders der Witterung ausgesetzte Westfassade weist ein deutliches Schadensbild mit Hohllagen durch Feuchtigkeitseintritt und Substanzverlust am Beton bis hin zu freiliegenden und korrodierenden Stahlarmierungen auf. Das Schadensbild der Hallen-Doppelbinder ist in erster Linie einer dort innenliegenden, zeitweise defekten Dachentwässerung zuzuschreiben. Es wurde bereits eine erste Sicherungsmaßnahme mittels Verschraubung von U-Stählen an einer Fassaden-Lisene durchgeführt. Seit 2021 wird ein Monitoring des Bauwerkes durchgeführt und dokumentiert und zwar jährlich in den Jahren 2021 bis 2023; ab 2024 wird ein halbjährliches Monitoring vorgenommen. Maßnahmenbeschreibung: Das historische und denkmalgeschützte Bauwerk ist vollständig aus Stahlbeton errichtet. Fortwährende Witterungseinflüsse haben im Laufe der Jahrzehnte eine teilweise starke oberflächliche Karbonatisierung des Betons und die Entstehung von Hohllagen verursacht. Diese wurden bereits im Zuge der Untersuchungen entfernt, so dass die Stahlkorrosion und Querschnittsschwächung der Stahlarmierung sichtbar wurde. Die gesamte Stahlbeton-Hallenkonstruktion soll stahlbetontechnisch instandgesetzt, beziehungsweise generell substanzerhaltend saniert werden. Eine konstruktive Brandschutzertüchtigung ist nicht beabsichtigt. Die Arbeiten umfassen die Stahlbetonsanierung an West- und Ostfassade, Oberflächenbehandlungen der Flächentragwerke und Binder, beziehungsweise Doppelbinder, sowie die Sanierung der Obergaden und der Sheddach Konstruktion der Fensteranlagen der Nordseite. Die Arbeiten sollen nach Angabe des untersuchenden Tragwerksplaners nach der Technische Regel Instandhaltung von Betonbauwerken (TR Instandhaltung), Teil 1 und Teil 2 (Stand Mai 2020), ausgeführt werden. Neben der hier angestrebten Stahlbetonsanierung ist parallel eine tragwerksplanerische Untersuchung und Überprüfung der Standsicherheit durch einen qualifizierten Fachplaner beabsichtigt. Vorbereitend wurden betontechnologische und tragwerksplanerische Untersuchungen durchgeführt. Die Ergebnisse der Bestandsuntersuchungen bilden die Grundlage für das hier vorliegende Sanierungskonzept von HIG Ingenieurgesellschaft mbH. Das Gesamtbauwerk ist ab 2026 nicht mehr in Vermietung und kann uneingeschränkt für den Baubetrieb genutzt werden. Die Arbeiten sollen an der am stärksten geschädigten Westfassade beginnen. Die vor- und nachbereitenden Arbeiten an der hier durch die Stahlbetonsanierung betroffene Elektroinstallation, der RWA- und Brandmeldeanlage werden von entsprechenden Fachbetrieben unter Koordination eines Büros für technische Gebäudeausrüstung durchgeführt. Die gesamte Stahlbetonkonstruktion soll entsprechend des vorliegenden Sanierungskonzeptes instandgesetzt werden, so dass ein Substanzerhalt zur späteren architektonischen Revitalisierung der Markthalle geplant und ausgeführt werden kann. In ersten Planungsüberlegungen soll die Markthalle mit ihren Nebengebäuden denkmalgerecht in ein vitales neues Stadtviertel "Parkstadt Süd" als zentrales, stadtraumbestimmendes Element mit unterschiedlichen, bisher noch nicht bekannten Nutzungen integriert werden. Beauftragung: Die Beauftragung erfolgt stufenweise, zunächst die Leistungsphasen 2 und 3. Ein Rechtsanspruch auf Weiterbeauftragung besteht nicht. Die Leistungen sollen nach Stundenaufwand vergütet werden. Eine detaillierte Beschreibung der Beschaffung und die Zuschlagskriterien sind in Anlage 1 zur Auftragsbekanntmachung aufgeführt, diese ist zwingend zu beachten. Für den Teilnahmeantrag ist das Bewerbungsformular (Teilnahemantrag_OPL_Grossmarkt) zu verwenden.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- quality55%
1. Darstellung des Projektteams mit Ausführungen zur projektspezifischen Organisation (maximal 10 Punkte) -Projektorganisation mit Vorstellung des Projektteams - Zuständigkeiten der vorgesehenen Teammitglieder - Darstellung der jeweils fachlichen Eignungen der Projektverantwortlichen mit einem Organigramm - Kombinierter Personaleinsatz- und Terminplan mit namentlicher Benennung der Personen, welche die Leistung tatsächlich erbringen, deren Einsatzumfang (zum Beispiel prozentual, Personenmonate) und deren zeitliche Einordnung im Gesamtablauf. 2. Darstellung des Umgangs mit der erhaltenswerten, denkmalgeschützten Bausubstanz bei einer Betonsanierung/-instandsetzung mit Lösungsbeispielen von einem bereits realisierten Instandsetzungs- beziehungsweise Sanierungsprojekt (maximal 10 Punkte) 3. Darstellung des Umgangs von weitgespannten Tragwerken bei einer Betonsanierung /-instandsetzung mit Lösungsbeispielen von einem bereits realisierten Instandsetzungs- beziehungsweise Sanierungsprojekt. (maximal 10 Punkte) 4. Planungsüberlegungen bezogen auf die Bauaufgabe Großmarkthalle: Überlegungen zur Umsetzung der Anforderungen im Hinblick auf die Betonsanierung in Kombination mit Denkmalschutz und weitgespannten Tragwerk. (maximal 15 Punkte) 5. Darstellung der Termin- und Kostenkontrolle, Umgang mit Leistungsstörungen und Nachtragsabwehr (Maximal 10 Punkte) Für die detaillierte Punktebewertung bitte Anlage 1 zur Auftragsbekanntmachung beachten.
- quality15%
siehe Anlage 1 zur Auftragsbekanntmachung
- price30%
siehe Vertragsentwurf Grossmarkt OPL