Neuinstallation von Heizungs- und Sanitäranlagen im Familienzentrum Ludwigshöhviertel
Wissenschaftsstadt Darmstadt vertr. durch Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH & Co.KG (DSE) · Darmstadt, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, vertreten durch die Darmstädter Stadtentwicklungs GmbH & Co. KG, schreibt die vollständige Neuherstellung der Heizungs- und Sanitäranlagen im denkmalgeschützten ehemaligen Kasernengebäude 4004 aus. Die Arbeiten betreffen Keller, Erdgeschoss sowie das erste und zweite Obergeschoss des künftigen Familienzentrums im Ludwigshöhviertel in Darmstadt und umfassen unter anderem eine vollständig neue Trinkwasserinstallation. Die Angebotsfrist endet am 1. Oktober 2026.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Im Darmstädter Ludwigshöhviertel, einem neuen Wohngebiet für rund 3.100 Bewohner, sind der Umbau und die Sanierung des ehemaligen Kasernengebäudes 4004 zu einem Familienzentrum mit Integration eines Jugendzentrums und Räumen für die Gemeinwesenarbeit sowie die Gestaltung neuer Freianlagen im Außenbereich geplant. Das Gebäude ist Teil des neuen Bildungscampus der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Der Bildungscampus wird in Zukunft aus vier Gebäuden bestehen: Aus dem Familienzentrum im Süden, dem ehemaligen Kasernengebäude 4001 (zukünftige Nutzung unbekannt) im Westen sowie den Neubauten der Kita Ludwigshöhviertel und der Grundschule Ludwigshöhviertel.
Qualifikation
Die Nachforderung von Unterlagen wird über die Bieterkommunikation kommuniziert. Die Auftraggeberin behält es sich vor, fehlende oder unvollständige Unterlagen nachzufordern, § 16a Abs. 1 EU VOB/A.
Lose
1 LosDas denkmalgeschützte Bestandsgebäude des Familienzentrums Ludwigshöhviertel wird im Rahmen einer Kernsanierung umfassend umgebaut und technisch neu ausgestattet. Gegenstand dieser Ausschreibung ist die vollständige Neuherstellung der Sanitär- und Heizungsanlagen im Keller-, Erd-, 1. und 2. Obergeschoss. Sanitäranlagen Die Trinkwasserinstallation wird innerhalb des Gebäudes vollständig neu aufgebaut. Vorgesehen ist eine neue Kaltwasserverteilung aus Edelstahlrohr zu sämtlichen Verbrauchsstellen. Die Warmwasserbereitung erfolgt dezentral an den jeweiligen Bedarfsstellen; eine zentrale Warmwasserverteilung ist nicht vorgesehen. Zur Sicherstellung eines hygienegerechten Betriebs der Trinkwasserinstallation werden an den vorgesehenen Stellen automatische Hygienespülungen installiert. Die Sanitärbereiche werden entsprechend der Planung vollständig mit den erforderlichen Sanitärobjekten und Armaturen ausgestattet. Hierzu gehören unter anderem WC-Anlagen, Waschtische, Urinale, Duschen, Ausgussbecken sowie weitere erforderliche Anschlüsse. Ebenfalls vorgesehen sind barrierefreie Sanitärbereiche einschließlich der erforderlichen Ausstattung. Die Schmutzwasserinstallation innerhalb des Gebäudes wird vollständig neu hergestellt. Die Entwässerungsleitungen werden aus PP-Rohr ausgeführt und umfassen die erforderlichen Anschluss-, Sammel-, Fall- und Lüftungsleitungen bis zu den vorgesehenen Übergabepunkten. Arbeiten an Grundleitungen außerhalb des Gebäudes sind nicht Bestandteil dieser Ausschreibung. Für Entwässerungsstellen unterhalb der Rückstauebene sind die vorgesehenen Hebeanlagen einschließlich der erforderlichen Druckleitungen und Einbindung in das Entwässerungssystem herzustellen. Heizungsanlagen Die Heizungsanlage wird ebenfalls vollständig neu errichtet. Die Wärmeversorgung des Gebäudes erfolgt über eine neu zu errichtende Wärmepumpe in Kombination mit der Anbindung an das vorhandene Nahwärmenetz des Campus. Die Wärmeübergabe aus dem Campusnetz erfolgt über einen neu vorgesehenen Wärmetauscher. Die wesentlichen Komponenten der Wärmeerzeugung und Wärmeverteilung werden im Technikraum des Kellergeschosses angeordnet. Von der Heizzentrale aus ist ein vollständig neues Heizungsrohrnetz aus Edelstahlrohr für sämtliche Geschosse herzustellen. Die Wärmeübergabe in den Nutzungsbereichen erfolgt über eine neu herzustellende Fußbodenheizung einschließlich der erforderlichen Heizkreisverteiler, Regelarmaturen und Einzelraumregelungen. Zusätzlich sind die Heizregister der drei zentralen RLT-Anlagen aus der Heizungsanlage mit Wärme zu versorgen und hydraulisch in das Gesamtsystem einzubinden. Die erforderlichen Heizkreisverteiler, Pumpengruppen, Absperr-, Regel- und Einreguliereinrichtungen sind vollständig neu herzustellen. Die heizungstechnischen Anlagen sind auf die Gebäudeleittechnik (GLT) aufzuschalten. Übergreifende Leistungen Die Installationen erfolgen innerhalb des Bestandsgebäudes und sind an die vorhandenen baulichen Gegebenheiten anzupassen. Insbesondere vorhandene Unterzüge, eingeschränkte Installationshöhen und vorhandene Baukonstruktionen sind bei der Leitungsführung und Montage zu berücksichtigen. Sämtliche erforderlichen brandschutztechnischen Rohrabschottungen an Wand- und Deckendurchführungen sind Bestandteil der Leistungen. Zum Leistungsumfang gehören weiterhin sämtliche erforderlichen Befestigungen, Formstücke, Armaturen, Dämmarbeiten, Anschluss- und Nebenleistungen sowie die erforderlichen Prüfungen, Spülungen, Inbetriebnahmen und Einregulierungen zur Herstellung vollständig funktionsfähiger und betriebsbereiter Sanitär- und Heizungsanlagen. Geplante Ausführungszeiten (vorläufig, abhängig von Vorgewerken und Ausschreibungen): Abrufauftrag: Abstimmung der Planung 16.11.2026 Leistungsbeginn Baustelle 07.12.2026 (geplant) Fertigstellung Heizung & Sanitär 20.01.2028 (geplant - 370 Tage nach Ausführungsbeginn) Mit der Ausführung ist zu beginnen innerhalb von 12 Werktagen nach Zugang der Aufforderung durch den Auftraggeber (§ 5 Absatz 2 Satz 2 VOB/B). Die Aufforderung wird Ihnen voraussichtlich bis zum 02.11.2026 zugehen; Ihr Auskunftsrecht gemäß § 5 Absatz 2 Satz 1 VOB/B bleibt hiervon unberührt. Die Leistung ist zu vollenden (abnahmereif fertig zu stellen) innerhalb von 370 Werktagen nach o.g. Frist für den Ausführungsbeginn.