Generalplanungsleistungen für die Sanierung des Freizeitbades Reinbek
Reinbek · Reinbek, Deutschland · TED
Zusammenfassung
Die Stadt Reinbek schreibt die Generalplanung für die umfassende Sanierung ihres Freizeitbades in der Hermann‑Körner‑Straße 47 aus. Das Bad, Baujahr 1978/79, wird von rund 175.000 Besuchern jährlich genutzt. Die Planung umfasst Bestandsanalyse, Machbarkeitsstudie und die Erstellung einer Ausführungsplanung über einen Zeitraum von 1080 Tagen. Der geschätzte Auftragswert beträgt ca. 2,16 Mio. EUR.
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Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
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Präqualifikation (PQ-VOB) vorhanden
PQ-Nummer hinterlegt, gültig bis 12/2026.
Betriebshaftpflicht mind. 3 Mio. € Deckungssumme
Police über 5 Mio. € je Schadensfall.
Drei Referenzen vergleichbarer Größe der letzten 5 Jahre
Zwei Referenzen passen, die dritte liegt knapp darunter.
Eigenerklärung zur Tariftreue liegt vor
Standardformular im Bewerberprofil hinterlegt.
Beschreibung
Die Stadt Reinbek beabsichtigt die umfassende Sanierung des bestehenden Freizeitbades Reinbek in der Hermann-Körner-Straße 47. Das Freizeitbad wurde in den Jahren 1978/1979 errichtet und stellt eine zentrale Sport-, Bildungs- und Freizeiteinrichtung für die Stadt Reinbek sowie die umliegende Region dar. Das Bad wird jährlich von rund 175.000 Besucherinnen und Besuchern genutzt und dient neben dem öffentlichen Badebetrieb insbesondere dem Schul- und Vereinsschwimmen sowie der Schwimmausbildung. In diesem Zusammenhang werden mit dieser Ausschreibung (stufenweise) Leistungen der Generalplanung für die Sanierung des Freizeitbades am Standort der Hermann-Körner-Straße 47 in Reinbek ausgeschrieben. Im weiteren siehe Ziffer 5.1.6 "Allgemeine Informationen - Zusätzliche Informationen"
Qualifikation
Die Vergabestelle behält sich vor, gem. § 56 VgV fehlende, unvollständige oder fehlerhafte unternehmensbezogene Unterlagen sowohl im Teilnahmewettbewerb als auch in der Angebotsphase nachzufordern. Werden nachgeforderte Unterlagen nicht bis zu dem im Nachforderungsschreiben genannten Termin der Vergabestelle vorgelegt, führt dies zum Ausschluss des Teilnahmeantrags bzw. zum Ausschluss des Angebots aus dem Verfahren. Nachforderungen erfolgen ausschließlich über die Bieterkommunikation der eVergabe. Nachreichungen sind ausschließlich elektronisch über eVergabe einzureichen. Eine Zulieferung per E-Mail ist nicht zugelassen.
Lose
1 LosAuf Grundlage einer baulichen Bestandsanalyse sowie einer Machbarkeitsstudie wurde festgestellt, dass sowohl die bauliche Substanz als auch wesentliche Teile der technischen Gebäudeausrüstung und der Badewassertechnik das Ende ihrer technischen und wirtschaftlichen Nutzungsdauer erreicht haben. Ziel der Maßnahme ist die langfristige Sicherung des Freizeitbadstandortes durch eine umfassende Bestandssanierung unter Berücksichtigung aktueller technischer, energetischer, funktionaler und wirtschaftlicher Anforderungen. Gegenstand des Projektes ist die Sanierung des bestehenden Gebäudekomplexes innerhalb des vorhandenen Gebäudebestandes. Eine in der Machbarkeitsstudie ebenfalls untersuchte Erweiterungsoption ist nicht Bestandteil der vorliegenden Planungsaufgabe. Die Sanierungsmaßnahme umfasst insbesondere - die Erneuerung der baulichen Anlagen einschließlich der Gebäudehülle, - die vollständige Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung einschließlich Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär-, Elektro-, Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, - die Modernisierung der Badewassertechnik, - die energetische Optimierung des Gebäudes, - die funktionale Neuordnung und Modernisierung der Umkleide-, Sanitär- und Aufenthaltsbereiche, - die Verbesserung der Barrierefreiheit, - Maßnahmen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität sowie - die Sicherstellung eines wirtschaftlichen und nachhaltigen Betriebs über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Das Projekt ist durch den hohen Anteil gebäudetechnischer Anlagen sowie die komplexen Anforderungen an Badewassertechnik, Energieeffizienz, Bauphysik und Betriebsorganisation geprägt. Von den Bewerbern wird daher Erfahrung in der Planung und Realisierung vergleichbarer Sanierungsmaßnahmen an Hallen- und Freizeitbädern erwartet. Besonderes Augenmerk ist auf die wirtschaftliche Umsetzung im Bestand, die Minimierung der Lebenszykluskosten, die Optimierung des Energieverbrauchs sowie die Aufrechterhaltung eines dauerhaft wirtschaftlichen Badebetriebes zu legen. Das derzeit geschätzte Investitionsvolumen für die Baukosten beträgt rund 12 Mio. Euro brutto. Die Stadt Reinbek strebt eine wirtschaftliche, nachhaltige und qualitätsorientierte Planung an. Dabei sollen die vorhandenen Gebäudestrukturen soweit technisch und wirtschaftlich sinnvoll erhalten und weiterentwickelt werden. Gleichzeitig sind die Anforderungen an Energieeffizienz, Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und einen zukunftsfähigen Badebetrieb zu berücksichtigen. Die Planungsleistungen sollen stufenweise vergeben werden. Zunächst ist die Beauftragung der Leistungsphasen 1 bis 4 vorgesehen. Eine stufenweise Weiterbeauftragung der Leistungsphasen 5 bis 9 bleibt vorbehalten; ein Rechtsanspruch hierauf besteht nicht. Für den Standort wurde 2022 eine Bauzustandsanalyse von den Unternehmen KRIEGER Architekten Ingenieure, Velbert und DTF Ingenieure GmbH & Co. KG, Velbert erstellt. Zudem wurde 2023 eine Machbarkeitsstudie gemeinsam von der Deutschen Sportstättenbetriebs- und Planungsgesellschaft mbH, Herne mit KRIEGER Architekten I Ingenieure, Velbert erstellt. Die vorgenannten Unternehmen sind Grund der Tätigkeit am Standort nicht auszuschließen. Der Bericht zu der Bauzustandsanalyse sowie die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden (mind. auszugsweise) mit Versand der Angebotsaufforderung bereitgestellt. Die Beauftragung der Planungsleistungen erfolgt stufenweise und umfasst in der ersten Stufe die Leistungsphasen 1 bis 4. - der Objektplanung Gebäude gem. §§ 33ff HOAI, - der Leistungen Tragwerksplanung gem. §§ 49ff HOAI, - der Leistungen Technische Ausrüstung gem. §§ 55ff HOAI, - der Leistungen der Bauphysik gemäß der Anlage 1.2 HOAI Optionale Leistungen der Leistungsphasen 5 bis 7 (Stufe 2). - der Objektplanung Gebäude gem. §§ 33 HOAI, - der Leistungen Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI, - der Leistungen Technische Ausrüstung gem. §§ 55 HOAI, - der Leistungen der Bauphysik gemäß der Anlage 1.2 HOAI Optionale Leistungen der Leistungsphasen 8 und 9 (Stufe 3). - der Objektplanung Gebäude gem. §§ 33 HOAI, - ggf. Besondere Leistungen Tragwerksplanung gem. §§ 49 HOAI, - der Leistungen Technische Ausrüstung gem. §§ 55 HOAI, - ggf. Besondere Leistungen der Bauphysik gemäß der Anlage 1.2 HOAI Besondere Leistungen als optionale Beauftragung durch Bestimmung des AG (ggf. in noch vom AG festzulegenden Stufen) - Brandschutzplanung in Anlehnung an AHO Nr. 17 Die Vergabestelle lässt sich in der operativen Umsetzung dieses VgV-Verfahrens durch büro luchterhandt & partner PartGmbB aus Hamburg, unterstützen und beratend begleiten.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- price30%
Das günstigste Angebot wird mit 5 Punkten und ein Angebot ab der doppelten Summe des günstigsten Angebots mit 0 Punkten bewertet. Die Punktzahl der dazwischenliegenden Angebote wird durch lineare Interpolation ermittelt.
- quality10%
Struktur des Projektteams zur Erfüllung dieser Ausschreibung mit Benennung von entsprechender Vertretungsregelungen für das Generalplanungsteam mit insbesondere der personenscharfen Darstellung der Kapazitäten der vorgesehenen Projektleitung und der Stellvertretung für die gesamte Projektdauer.
- quality25%
Personalspezifische Qualifikationen und Erfahrungen mit vergleichbaren Projekten (Sanierung/Neubau/Erweiterungsbau mit vergleichbarer Bauaufgabe und ähnlichen Funktionszusammenhängen, wie z.B. Hallenbäder, Freiluftbäder o.ä.). Erfahrung in der Projektleitung von Generalplanungsprojekten werden positiv bewertet. Ebenso wird Erfahrung mit Sanierungsprojekten für öffentliche Auftraggeber positiv bewertet.
- quality20%
Spezifische Herangehensweise an die Aufgabenstellung der Sanierung des Freizeitbades in Reinbek. Darlegung der Herangehensweisen an projektspezifische Herausforderungen und zu bewertende Risiken (Kosten, Termine, Qualitäten) in Bezug auf die Kerngewerke (Objektplanung Gebäude, Tragwerksplanung und die Technische Ausrüstung) der Generalplanungsaufgabe. Darlegung des Konzepts zur Koordinierung der Fachplanungsleistungen als Generalplaner mit dem Ziel einer frühzeitigen integralen Planung. Koordination der Zusammenarbeit und Kommunikation aller an der Entwicklung beteiligten Akteure sowie am Besprechungswesen. Erläuterung zur Durchführung der Bauphasen, mit Hinblick auf die Kommunikation und Austausch mit dem Nutzer/Betreiber. Konzept zur Sicherstellung der örtlichen Präsenz während der Durchführung der Baumaßnahme.
- quality15%
Darstellung von Methoden zur Sicherung und Erstellung einer mangelfreien Ausführungsplanung. Maßnahmen zur Einhaltung der vereinbarten Qualitäten sowie der Methoden zur Kostenkontrolle, Kostenverfolgung und Kostenprognose sowie zur Stärkung eines Nachhaltigkeitsprofils der Baumaßnahme.