Generalplanungsleistungen für das Neubau‑Forschungs‑ und Laborgebäude HI‑TAC
Universität Heidelberg · Heidelberg, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die Universität Heidelberg schreibt die Vergabe von Generalplanungsleistungen für das geplante Forschungs‑ und Laborgebäude HI‑TAC aus. Das Projekt umfasst Objekt‑ und Freianlagenplanung, Tragwerksplanung, TGA‑Planung (Technische Gebäudeausrüstung) sowie Laborplanung. Die Ausschreibung erfolgt in einem Los und die Angebotsfrist endet am 14. September 2026.
Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
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Beschreibung
Ausgeschrieben wird ein Generalplaner, insbesondere zur Objekt- und Freianlagen-planung, Tragwerksplanung, Planung der TGA Anlagegruppen 410-480 und der Laborplanung und weitere (siehe Anlage Leistungsbild)
Qualifikation
Es gelten die Regelungen wie im Abschnitt "Insolvenz" beschrieben. Es gelten die zwingenden bzw. fakultativen Ausschlussgründe gem. §§ 123 bis 126 GWB. Details zu den Ausschlussgründen sind im Abschnitt "EIGENERKLÄRUNG" der Vergabeunterlagen zu entnehmen. Mit Angebotsabgabe ist die vollständig und zweifelsfrei ausgefüllte "EIGENERKLÄRUNG" in Textform gemäß § 126b BGB zu übermitteln. Es können Nachweise zur Eigenerklärung gemäß Anlage A1_GP_Teilnahmeantrag nachgefordert werden.
Lose
1 LosProjektbeschreibung Neubau Forschungs- und Laborgebäude HI-TAC / CMRA Teilprojekt HI-TAC Mit dem Ziel, die kardiovaskuläre Forschung in Deutschland durch neue kooperative und koordinierende Instrumente zu forcieren und zu intensivieren, haben 2019 Wissenschaftler der Universität Heidelberg Kontakt mit dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in Berlin aufgenommen. Daraus hat sich ein Konzept entwickelt, gemeinsam das "Helmholtz-Institut für Translationale AngioCardioScience" HI-TAC zu gründen. Auf dem Baugrundstück "Schafweide", in der Nähe des Universitätsklinikums Mannheim, soll ein modernes Forschungsgebäude mit einer Fläche von 2.121 m² NUF 1-6 entstehen. Es sind hochinstallierte Laborflächen für die medizinische Forschung, biologisch-nasspräparative Labore der Klasse S1/S2, sowie moderne Büroflächen, Besprechungs- und Kommunikationsflächen für ca. 120 Personen geplant. Vorgesehen sind derzeit 5 oberirdische Geschosse plus Technikdachgeschoss mit einer BGF von in Summe ca. 5.000 m². Die Kostengrenze beläuft sich auf 36,8 Mio. EUR brutto (KGR 100-600). Die Generalplanungsleistung der LPH 2-4 soll zwischen Januar 2027 und April 2028 erfolgen. Details zum zugehörigen Leistungsbild sind dem dieser Ausschreibung beigelegten Leistungsbild zu entnehmen. Teilprojekt CMRA (ehemalig HI-TAC MR) Um eine enge Zusammenarbeit zwischen den klinischen Arbeitsgruppen der Medizinischen Fakultät Mannheim und den Wissenschaftler*innen des HI-TAC zu ermöglichen, soll das HI-TAC-Gebäude um einen Erweiterungsbau, genannt "Center for Medical Research in AngioScience" (CMRA), ergänzt werden. Die Nutzung ist analog zum HI-TAC auf einer Fläche von 1.616 m² NUF 1-6 für ca. 100 Mitarbeiter geplant. Vorgesehen sind derzeit 4 oberirdische Geschosse ohne Technikdachgeschoss mit einer BGF von in Summe ca. 3.800 m² Die Kostengrenze beläuft sich auf 29,6 Mio. EUR brutto (KGR 100-600). Die Generalplanungsleistung der LPH 2-4 soll zwischen Januar 2027 und April 2028 erfolgen. Details zum zugehörigen Leistungsbild sind dem dieser Ausschreibung beigelegten Leistungsbild zu entnehmen. Aufgrund getrennter Finanzierungen und unterschiedlicher Nutzergruppen von HI-TAC und CMRA müssen die Projekte, analog zweier Lose, getrennt betrachtet werden, müssen jedoch gemeinsam geplant und ausgeführt werden, um mögliche Synergien zu nutzen. Die Bauherrenschaft für beide Projekte übernimmt die Universität Heidelberg. Der spätere Gebäudebetrieb für beide Projekte wird ebenfalls durch die Universität Heidelberg verantwortet. Nach Inbetriebnahme der Liegenschaften werden diese von der Universität Heidelberg in die anschließende Zuständigkeit des Landes (Amt für Vermögen und Bau, Baden-Württemberg) übergeben. Vorgelagerte Systemplanung Die Leistungen der Grundlagenermittlung (LPH 1) sind nicht Bestandteil des Generalplanerauftrags. Als Grundlage für die Bearbeitung der Leistungsphasen 2 bis 4 wird dem Auftragnehmer eine vorab durch Drees & Sommer (Digitales Bauen) erstellte Systemplanung zur Verfügung gestellt. Die Ergebnisse der Systemplanung sind bei der weiteren Planung zwingend zugrunde zu legen, fortzuführen und in die jeweiligen Fachplanungen zu integrieren. Serieller, modularisierter Büro-, TGA- und Laborinnenausbau Der Auftraggeber stellt dem Planungsteam eine erweiterte Bedarfsanforderung in Bezug auf einen modularen Büro-, TGA- und Laborinnenausbau zur Verfügung, in dem u.a. die Laborbaustandards der Universität Heidelberg eingeflossen sind. Diese Bedarfsanforderung legt wesentliche Grundlagen für die weitere Planung fest und sind vom Auftraggeber zu berücksichtigen. - Rasterlogik - Moduldefinitionen - Schacht- und Trassenkonzept - Rationalisierte Gebäudegeometrie - BIM-Datenstruktur - Typenkatalog - Serielle Systemdefinition - Produkthandbuch Auf Grundlage dieser vom Auftraggeber bereitgestellten Anforderungs- und Systemkonzeption ist ein Integrationskonzept zu erarbeiten. Der Bieter hat darzustellen, wie die vorgegebenen System-, Modul- und BIM-Strukturen im Zuge der Leistungsphasen 2 bis 4 umgesetzt, fortgeschrieben und qualitätsgesichert werden. Die in der Anforderungs- und Systemkonzeption definierten Grundlagen sind vom Auftraggeber bereits erbracht. Gegenstand der Angebotsbearbeitung ist nicht die Neuerarbeitung oder grundlegende Überarbeitung dieser Inhalte, sondern deren Validierung, Integration und Fortschreibung im Rahmen der Leistungsphasen 2 bis 4. Entsprechende Leistungen sind in den Honoraransätzen zu berücksichtigen. Eine gesonderte Vergütung für bereits erbrachte Grundlagenleistungen erfolgt nicht. Gemeinsam geplant und gebaut, aber getrennte Abrechnung der Projekte Für die Planung der beiden Teilprojekte HI-TAC und CMRA ist zu beachten, dass diese gemeinsam geplant und gebaut, aber auf Grund von getrennten Nutzergruppen und Finanzierungen separat abgerechnet werden müssen. HI-TAC (MDC) - Erkennbare Planung und Umsetzung als Solitär Zielsetzung für den Planungsauftrag und die spätere Umsetzung ist es, dass das Gebäude HI-TAC als eigenständiger Solitär mit klarer Adressbildung erkennbar sein soll. CMRA - Teil der Schnellbauinitiative BW Das Teilprojekt CMRA ist Teil der Schnellbauinitiative. Dementsprechend ist die Einhaltung der Terminschiene mit hoher Priorität verbunden, da die Förderkriterien an diese gebunden sind. Grundstücksbedingungen Ein aktuelles Bodengutachten ist in Vorbereitung. Eine Altlastenkatasterauskunft liegt vor, es sind keine Belastungen verzeichnet. Auf Basis der Grundstücksinformationen des Nachbargrundstücks, SWR, ist mit Bodenauffüllungen von ca. 6 m Stärke zu rechnen. Es befindet sich ein Schutzraum auf dem Grundstück, der unter dem Grundriss CMRA liegt. Die Vermessung des Schutzraumes ist in Beauftragung. Der Umgang mit diesem Schutzraum ist in der Planungsaufgabe mit zu berücksichtigen. Der hier verfügbare Platz zur Projektbeschreibung ist nicht ausreichend; weshalb auf die Anlage A2_1_Projektbeschreibung verwiesen wird, die innerhalb dieses Projektraums eingestellt ist.
Zuschlagskriterien
8 Kriterien- quality10%
a) Einfügung in den städtebaulichen Kontext: Angemessenheit von Baukörper, Maßstäblichkeit, Hö-henentwicklung und Orientierung im bestehenden Umfeld, Genehmigungsfähigkeit (0-5 Punkte) b) Architektonischer Ausdruck: Gestalterische Qualität der Fassaden, Materialität, die einem mo-dernen, medizinischen Forschungsbau entsprechend. (0-5 Punkte) c) Adressbildung HI-TAC: Identität des Baukörpers HI-TAC (0-5 Punkte) d) Freiraumplanerisches Konzept: Qualität der Außenanlagen, Verzahnung von Innen- und Außen-raum sowie Umgang mit bestehender Topografie (0-5 Punkte) e) Belichtung und Raumwirkung: Inszenierung von Tageslicht, Raumhöhen und die gestalterische Qualität der zentralen Erschließungsbereiche (0-5 Punkte)
- quality10%
a) Erfüllung des Raumprogramms und Nutzungsanforderung: Vollständigkeit aller geforderten Flä-chen sowie die funktionale Zuordnung und Nähe der Räume zueinander (0-5 Punkte) b) Innere Logistik und Barrierefreiheit: Übersichtliche Wegeführung, kreuzungsfreie Erschließung und durchgängige Barrierefreiheit (0-5 Punkte) c) Flexibilität und Drittverwendbarkeit: Anpassbarkeit des Grundrisses an zukünftige Nutzungsän-derungen oder Umnutzungen ohne tiefgreifende Eingriffe in die Struktur (0-5 Punkte) d) Aufenthalts- und Nutzungsqualität: Behaglichkeit der Räume und Pausenflächen, Akustik, Sicht-beziehungen, Möglichkeit zur wissenschaftlichen Kommunikation (0-5 Punkte)
- quality10%
a) Effizienz des Tragwerks: Wirtschaftlichkeit und Logik des statischen Systems (z. B. Stützenraster, Spannweiten, Vorfertigung (0-5 Punkte) b) Integration der Gebäudetechnik (TGA): Platzierung von Technikzentralen und die stringente Füh-rung von Trassen und Schächten ohne Raumverlust (0-5 Punkte) c) Bauphysikalische Qualität: Konzeptioneller Umgang mit sommerlichem Wärmeschutz, Schall-schutz und Brandschutzanforderungen (0-5 Punkte) d) Umgang mit dem Schutzraum auf dem Grundstück: wirtschaftliche Lösungen mit Integration oder Rückbau (0-5 Punkte) e) Umgang mit Untergeschossen: wirtschaftliche Lösungen mit oder ohne Realisierung eines Unter-geschosses (0-5 Punkte)
- cost10%
a) Zertifizierbarkeit: In Aussichtstellung der geforderten Erfüllung der Kriterien (BNB-silber) (Mindestvoraussetzung) b) Flächen- und Volumeneffizienz: Optimierung des Verhältnisses von Bruttogrundfläche (BGF) zu Nutzungsfläche (NUF) sowie der Kompaktheit (A/V-Verhältnis) (0-5 Punkte) c) Kostenbewusstsein im Entwurf: Realistisches Einhalten des vorgegebenen Budgetrahmens basie-rend auf dem gewählten Konstruktionsansatz (0-5 Punkte) d) Folge- und Betriebskosten: Aufwand für Reinigung, Wartung, Instandhaltung und den laufenden Energieverbrauch über die Nutzungsphase (0-5 Punkte) e) Rückbau- und Recyclingfreundlichkeit: Trennbarkeit der Baustoffe nach dem Lebenszyklus zur Vermeidung von Sondermüll (Cradle-to-Cradle) (0-5 Punkte)
- quality20%
a) Umsetzung der Systemkonzeption: Verständnis der vorgegebenen Systemlogik, Umgang mit Mo-dultypen und Gleichbereichen, Übernahme der Raster- und Segmentierungslogik, Umgang mit dem Produkthandbuch (0-5 Punkte) b) Integrationsfähigkeit TGA und Laborplanung: Integration der Schacht- und Trassenstrategie, Nachvollziehbarkeit der technischen Systemintegration, Berücksichtigung Laborbaurichtlinie, Schnittstellenmanagement Architektur/ TGA (0-5 Punkte) c) BIM- und Datenstrategie: Übernahme der vorhandenen BIM-Struktur, Datenkontinuität, fort-schreibungsfähige Datenmodelle, Nachweis eines modellbasierten Planungsansatzes (0-5 Punkte) d) Sicherung der Modularität und seriellen Wiederholbarkeit: Nachweis der Einhaltung der Modu-larisierung, Umgang mit Regel- und Sonderbereichen, Minimierung individueller Einzellösungen, Nachweis der Skalierbarkeit (0-5 Punkte)
- quality10%
a) Methodik der Kosten- und Terminsicherung: Konkrete Werkzeuge und Prozesse des Büros zur Einhaltung von Meilensteinen und Budgets (0-5 Punkte) b) BIM- und Digitalisierungskonzept: Detailtiefe und Struktur der geplanten Zusammenarbeit mit-tels Building Information Modeling (BIM) (0-5 Punkte) c) Kommunikations- und Schnittstellenmanagement: Strukturierte Organisation der Zusammenar-beit mit dem Bauherrn, Nutzern und Fachplanern (0-5 Punkte) d) Ressourcenverfügbarkeit des Kernteams: Verbindliche personelle Besetzung der Schlüsselpositi-onen (Projektleitung) über die gesamte Projektlaufzeit (0-5 Punkte)
- price24%
Anzugeben sind Pauschalpreise je Leistungsphase und Teilprojekt inkl. sämtlichen Nebenkosten (z. B. Reise- und Übernachtungskosten, Kosten für Telefonie, Druck, etc. Der günstigste Bieter erhält die volle Punktzahl des Preisanteils (24 Punkte). Die weiteren Bieter erhalten anteilig weniger Punkte basierend auf dem Verhältnis zum niedrigsten Preis: [Punkte des Bieters] = [Niedrigstes Angebot] / [Angebot des Bieters] X 100
- price6%
Anzugeben sind Pauschalpreise je Leistungsphase und Teilprojekt inkl. sämtlichen Nebenkosten (z. B. Reise- und Übernachtungskosten, Kosten für Telefonie, Druck, etc. Der günstigste Bieter erhält die volle Punktzahl des Preisanteils (6 Punkte). Die weiteren Bieter erhalten anteilig weniger Punkte basierend auf dem Verhältnis zum niedrigsten Preis: [Punkte des Bieters] = [Niedrigstes Angebot] / [Angebot des Bieters] X 100