Fachplanung Technische Gebäudeausrüstung I für das Kompetenzzentrum KETTE in St. Wendel
Saarland, vertreten durch das Landesverwaltungsamt (LaVa) - Abt. 4 - Staatliche Hochbaubehörde (SHB) · Saarbrücken, Deutschland · TED
Zusammenfassung
Die Landesverwaltung Saarland beauftragt die Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) für das neue Kompetenzzentrum KETTE in St. Wendel. Die Planung umfasst sämtliche Neubau- und Sanierungsgebäude, darunter Hauptwerkhalle, Werkhalle, Multifunktionsgebäude, Tankstelle, Systemwaschstraße und Verwaltungsgebäude. Das Los ist als einzelner Auftrag ausgeschrieben und soll bis zum 5. Oktober 2026 eingereicht werden. Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen der VSVgV.
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Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
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Präqualifikation (PQ-VOB) vorhanden
PQ-Nummer hinterlegt, gültig bis 12/2026.
Betriebshaftpflicht mind. 3 Mio. € Deckungssumme
Police über 5 Mio. € je Schadensfall.
Drei Referenzen vergleichbarer Größe der letzten 5 Jahre
Zwei Referenzen passen, die dritte liegt knapp darunter.
Eigenerklärung zur Tariftreue liegt vor
Standardformular im Bewerberprofil hinterlegt.
Beschreibung
Die Bundesrepublik Deutschland beabsichtigt, am Standort St. Wendel die dort ansässigen "HIL Werke" (HIL GmbH) zum Kompetenzzentrum für Kettenfahrzeuge des Heeres (sog. "Kompetenzzentrum KETTE") umzustrukturieren. Im Kompetenzzentrum KETTE sollen zukünftig Kettenfahrzeuge der Bundeswehr gewartet und instandgesetzt werden. Hierzu werden am Standort St. Wendel neue Werks- und Betriebshallen und weitere Gebäude nebst nutzerspezifischen Anlagen - u.a. - Hauptwerkhalle für System- und Baugruppeninstandsetzung sowie Logistik und Servicebereiche (wie z. B. Warenannahme, Ersatzteillager) - Werkhalle für u.a. Turminstandsetzung - Multifunktionsgebäude für u.a. Eingangsbefundung, Ketteninstandsetzung und Ausgangsprüfung - Tankstelle - Systemwaschstraße - Schreinerei/Sattlerei - Motorenprüfstand - Halle für Unterstützungsbereiche - Verwaltungsgebäude (für administrative Arbeiten) - sowie die im Rahmen der gänzlichen Umstrukturierung des Werkareals erforderlichen Außenanlagen (inkl. zugehörige Tiefbauarbeiten und der technischen Infrastruktur) benötigt. Die Projektabwicklung erfolgt mittels der integrierten Projektabwicklung (IPA) unter Anwendung eines Mehrparteienvertrages (MPV).
Qualifikation
vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 1 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 2 und Nr. 3 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 4 und Nr. 5 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 6-9 GWB vgl. § 123 Abs. 1 Nr. 10 GWB vgl. § 123 Abs. 4 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 2 GWB § 124 Abs. 1 Nr. 6 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 5 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 7 GWB vgl. § 124 Abs. 1 Nr. 8 und 9 GWB Die Vergabe erfolgt nach den Bestimmungen des 2. Abschnitts von Teil A der Vergabe- und Vertragsordnung für Dienstleistung (VSVgV). Bezüglich der Nachforderung von im Angebot fehlenden Unterlagen gilt § 22 VSVgV.
Lose
1 LosGegenstand der Ausschreibungen sind die erforderlichen (Fach-) Planungsleistungen für die technische Ausrüstung der neu zu errichtenden und zu sanierenden Gebäude einschließlich weiterer Planungsleistungen (wie z. B. Planung für Wartungsleistungen). Die ausgeschriebenen Leistungen sind u.a. für die nachfolgenden Gebäude zu erbringen: - Hauptwerkhalle für System- und Baugruppeninstandsetzung sowie Logistik und Servicebereiche (wie z. B. Warenannahme, Ersatzteillager) - Werkhalle für u.a. Turminstandsetzung - Multifunktionsgebäude für u.a. Eingangsbefundung, Ketteninstandsetzung und Ausgangsprüfung - Tankstelle - Systemwaschstraße - Schreinerei/Sattlerei - Motorenprüfstand - Halle für Unterstützungsbereiche - Verwaltungsgebäude (für administrative Arbeiten) Die zu erbringenden Planungsleistungen umfassen - Grundleistungen und besondere Leistungen nach § 55 HOAI i. V. m. der Anlage 15 zu §§ 55 Abs. 3, 56 Abs. 3 HOAI für sämtliche in § 53 Abs. 2 HOAI aufgeführten Anlagengruppen - Planungsleistungen für den anlagentechnischen Brandschutz, - Planungsleistungen für den anlagentechnischen Schallschutz - Planungsleistungen für Wartungsleistungen
Zuschlagskriterien
4 Kriterien- quality15%
Bewertet werden ein vom Bieter einzureichendes - projektbezogenes Personaleinsatzkonzept und - Konzept zur frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess. Es sind demnach zwei Konzepte einzureichen. Beide Konzepte werden bewertet. Die Wertung erfolgt wie folgt: Für das projektbezogene Personaleinsatzkonzept hat der Bieter ein textliches Konzept zu erarbeiten und mit dem Erstangebot einzureichen, in welchem er die von ihm vorgesehene Aufbauorganisation in Form eines Organigramms für das Projekt darstellt. Darüber hinaus hat das Konzept die zur Erbringung der angebotenen Leistungen nach Auffassung des Bieters erforderlichen und von ihm vorgesehenen Personalkapazitäten darzustellen. Diese Personalkapazitäten sind zeitlich gegliedert (h/Monat) in Form eines Personengebirges abzubilden. Das Personengebirge hat die IPA-Phasen (Validierung, Planung- und Entwicklung, Realisierung) sowie die Funktionen/Rollen des jeweiligen Personals strukturiert abzubilden. Das vorgesehene Projektpersonal soll namentlich benannt und jeweils einer Funktion/Rolle innerhalb der einzelnen IPA-Phasen zugeordnet werden. Näheres ist dem Leitfaden zum Vergabeverfahren unter C.II.3.1. zu entnehmen. Im Rahmen des projektbezogenen Personaleinsatzkonzept wird bewertet, wie nachvollziehbar und schlüssig die im Konzept dargestellte Aufbauorganisation des Bieters für das Projekt ist. Entscheidend ist, ob die Struktur und der vorgesehene Personaleinsatz zur Größe und Komplexität des Projekts passt, eine effektive Projektabwicklung erwarten lässt und die Zusammenarbeit innerhalb des Projektteams unterstützt. Für das Konzept zur frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess hat der Bieter ein textliches Konzept zu erarbeiten und mit dem Erstangebot einzureichen, in welchem er darlegt, wie er sich unter Berücksichtigung der Projektziele (Einhaltung der Termine, Kosten und Qualitäten) einen effektiven, sinnvollen und zweckdienlichen Prozessablauf im Rahmen der Einbindung der mit den Bau- und Lieferleistungen beauftragten Parteien des MPV in den Planungsprozess vorstellt. Hierbei hat der Bieter insbesondere zu beschreiben, wie er sich seine Rolle und Aufgaben sowie die Rolle und Aufgaben der übrigen Parteien des MPV (einschl. des Bauherrn) im Rahmen dieses Prozesses zur Einbindung der Expertise der Bauunternehmer in den Planungsprozess vorstellt. Das Konzept hat zu beschreiben, welche Abläufe der Bieter im Rahmen einer für ihn sinnvollen und funktionierenden Einbindung der Bauunternehmer in den Planungsprozess für erforderlich hält, welche Maßnahmen seinerseits und von Seiten der anderen Parteien des MPV erforderlich sind, um eine sinnvolle und zweckdienliche Einbindung der Bauunternehmer in den Planungsprozess zu gewährleisten, und wie diese ausgeübt und gesteuert werden sollen. Näheres ist dem Leitfaden zum Vergabeverfahren unter C.II.3.2 zu entnehmen. Im Rahmen des Konzepts zur frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess wird bewertet, inwieweit die konzeptionelle Darstellung unter Berücksichtigung der Erzielung von Optimierungspotenzialen im Hinblick auf die Planung und darauf aufbauend deren bautechnische Realisierung, die Einhaltung der Termine, der Kosten und der Qualitäten nachvollziehbar sicherstellt. Im Übrigen wird auf die Ausführung im Leitfaden unter C.II.3. und auf die Wertungsmatrix "Angebot" hingewiesen.
- quality25%
Bewertet werden die vom Bieter im Angebot namentlich benannten Personen, die er in der Funktion - des Vertreters im Senior-Management-Team (SMT) - des Vertreters im Projekt-Management-Team (PMT), - des Fachprojektleiters (der KG 420 oder KG 430 oder KG 440) (PIT-Mitglied) und - des Planungskoordinator einschl. BIM-Koordination (PMT-Mitglied) als Projektpersonal anbietet. Es werden - für das SMT-Mitglied die einschlägige Berufserfahrung und die "Erfahrung mit kollaborativen Vertragsabwicklungsmodellen", - für das PMT-Mitglied die einschlägige Berufserfahrung, die "Erfahrung mit kollaborativen Vertragsabwicklungsmodellen", die "Erfahrung mit der frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess" und die "Erfahrung mit Lean-Design / Lean-Construction" und - für die beiden PIT-Mitglieder (Funktion Fachprojektleiter elektrische Anlagen und Funktion Kalkulator) jeweils die einschlägige Berufserfahrung, die "Erfahrung mit der frühzeitigen Einbindung der Ausführung in den Planungsprozess", die "Erfahrung mit Lean-Design / Lean-Construction" und die "Erfahrung mit BIM" bewertet. Die Wertung erfolgt zunächst für jede angebotene Person. Einzelheiten sind den Ausführungen in C.IV.2. des Leitfadens zu entnehmen. Die im Zuschlagskriterium "Erfahrung des Projektpersonals" zu vergebenden Wertungspunkte ergeben sich aus der Addition der vom SMT-Mitglied (siehe C.IV.2.1. des Leitfadens), der vom PMT-Mitglied (siehe C.IV.2.2. des Leitfadens), der vom PIT-Mitglied mit der Funktion Fachprojektleiter im Gewerk elektrische Anlagen (siehe C.IV.2.3. des Leitfadens) und der vom PIT-Mitglied mit der Funktion Kalkulator (siehe C.IV.2.4. des Leitfadens) jeweils erzielten Punktzahl. Das Ergebnis dieser Addition stellt die erreichte Gesamtpunktzahl dar. Die max. mögliche Gesamtpunktzahl beträgt demnach 20 Gesamtpunkte. Die erreichten Gesamtpunktzahlen der eingegangenen wertbaren Angebote aller Bieter werden miteinander verglichen. Der Bieter mit der höchsten Gesamtpunktzahl in diesem Kriterium erhält die vollen 5 Wertungspunkte ("Streckung") Die Punktzahlen der übrigen Bieter werden im Verhältnis zur Gesamtpunktzahl des Bieters mit der höchsten Gesamtpunktzahl in diesem Kriterium "interpoliert". Näheres ist C.IV.2.5. des Leitfadens zu entnehmen. Die so ermittelte Punktzahl wird mit dem Faktor 5,0 multipliziert. Maximal können im Kriterium Konzepte demnach 25,0 Wertungspunkte erzielt werden.
- quality40%
Bewertet werden die vom Bieter im Angebot namentlich benannten Personen, die er in der Funktion - des Vertreters im Senior-Management-Team (SMT) - des Vertreters im Projekt-Management-Team (PMT), - des Fachprojektleiters (der KG 420 oder KG 430 oder KG 440) (PIT-Mitglied) und - des Planungskoordinator einschl. BIM-Koordination (PMT-Mitglied) als Projektpersonal anbietet. Für jede dieser Personen werden - die Kommunikationsfähigkeit (Gewichtung 10 %), - die Teamfähigkeit, (Gewichtung 25 %) - die Konfliktlösungsfähigkeit (Gewichtung 15 %), - die Organisations- und Führungsfähigkeit (Gewichtung 15 %), - die Reflexionsfähigkeit (Lernfähigkeit - Gewichtung 15 %) und - das IPA-Systemverständnis (Gewichtung 20 %); bewertet. Näheres ist den Ausführungen unter C.IV.3. des Leitfadens zu entnehmen. Zudem wird auf die Wertungsmatrix "Angebot" verwiesen.
- price20%
Bewertet werden die vom Bieter im Angebot angebotenen - Personalverrechnungssätze, - Gewinnsatz (Gewinnzuschlag) und - Tagespauschale für Reise- und Unterbringungskosten. Die zu wertenden Personalverrechnungssätze sind für folgende Funktionen anzubieten: - Vertreter/Stellvertreter Projekt-Management-Team (PMT - Gesamtprojektleiter / stellv. Gesamtprojektleiter), - Fachprojektleiter (einer Anlagengruppe), - Ingenieur - Techniker, - Kalkulator - Terminplaner, - Planungskoordinator / BIM-Koordination, - Technischer Zeichner / BIM-Autor Die Wertung erfolgt anhand eines Beispielmonats, dem folgende Ansätze (für die Personalverrechnungssätze in Stunden und für die Tagespauschale für Reise und Unterbringungskosten in Tagen) zugrunde liegen: Vertreter/Stellvertreter PMT 280,00 Fachprojektleiter (einer Anlagengruppe) 420,00 Ingenieur 500,00 Techniker 500,00 Kalkulator 140,00 Terminplaner 140,00 Planungskoordinator / BIM-Koordination 280,00 Technischer Zeichner / BIM-Autor 700,00 Tagespauschale für Reise- und Unterbringungskosten 228 Tage Das Angebot mit der niedrigsten Netto-Gesamtsumme erhält 5 Punkte, ein Angebot mit einer Netto-Gesamtsumme, die beim (mindestens) 2,0-fachen der niedrigsten von einem Bieter angebotenen Netto-Gesamtsumme liegt, erhält 0 Punkte. Ein Angebot mit einer Netto-Gesamtsumme, die zwischen dem 1,0-fachen und 2,0-fachen der niedrigsten Netto-Gesamtsumme liegt, erhält die Punktzahl, die sich aus der linearen Interpolation (Punktabzug entsprechend der prozentualen Erhöhung) gerundet auf zwei Stellen nach dem Komma ergibt. Die so ermittelte Punktzahl wird mit dem Faktor 4,0 multipliziert. Maximal können in diesem Kriterium demnach 20 Wertungspunkte erzielt werden. Näheres ist den Ausführungen unter C.IV.4. des Leitfadens zu entnehmen. Zudem wird auf die Wertungsmatrix "Angebot" verwiesen.