Fachplanung für Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroanlagen einer Kindertagesstätte
Ortsgemeinde Arzbach · Arzbach, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Die Ortsgemeinde Arzbach beauftragt die Fachplanung für Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektroanlagen beim Um- und Anbau sowie der energetischen Sanierung der Kindertagesstätte in Arzbach. Vorgesehen sind die Leistungsphasen 1 bis 9 nach der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI), einschließlich der Planung der Großküchentechnik; zunächst sollen die Leistungsphasen 1 bis 4 beauftragt werden. Der Anbau umfasst voraussichtlich rund 175 m² Bruttogrundfläche, die Einrichtung bleibt für maximal 65 Kinder ausgelegt, der Auftrag soll voraussichtlich im Dezember 2026 vergeben werden und die Bauausführung ist für 2028 bis spätestens Mitte oder Ende 2029 vorgesehen.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Die Ortsgemeinde Arzbach vergibt die Planungsleistungen für den Um- und Anbau sowie die energetische Sanierung der Kindertagesstätte Arzbach, Kirchstraße 21, 56337 Arzbach. Das Bestandsgebäude der KiTa wurde 1994 errichtet und ist baulich in einem dem Baujahr entsprechend guten Unterhaltungszustand, weist jedoch bauphysikalisch und energetisch deutliche Defizite auf. Es verfügt über drei nebeneinanderliegende Gruppenräume von je ca. 45 m² mit zugehörigen Sanitärbereichen, zwei Funktionsräume, einen Mehrzweckraum sowie Personal- und Nebenräume entlang eines zentralen Multifunktionsflurs. Der gut strukturierte Grundriss ist zukunftsfähig und bietet an den offenen Flurenden gute Erweiterungsmöglichkeiten. Eine Kapazitätserweiterung ist nicht vorgesehen; die Einrichtung bleibt auf maximal 65 Kinder ausgelegt. Da die bestehende KiTa jedoch weder über eine Mensa noch über einen Schlafraum verfügt und ein Defizit an weiteren Nebenräumen aufweist, ist auch ohne Kapazitätserweiterung eine räumliche Vergrößerung erforderlich. Die im Vorfeld eingeholte Machbarkeitsstudie geht von einem erforderlichen Anbau von rund 175 m² BGF aus, und zwar verbunden mit einer Umstrukturierung des Bestands und einer energetischen Sanierung des Bestandsgebäudes. Das Raumprogramm ist der Leistungsbeschreibung zu entnehmen. Die Machbarkeitsstudie ist den Vergabeunterlagen beigefügt. Das Bestandsgrundstück liegt im Bereich eines ehemaligen Römerkastells, das als archäologisches Bodendenkmal eingestuft ist. Die eingetragene Vereinigungsbaulast soll aufgehoben und die Parzellierung abweichend von der Machbarkeitsstudie neu vorgenommen werden; die geänderte Parzellierung ist hinsichtlich der Abstandsflächen, der Erschließung und des Stellplatznachweises zu berücksichtigen. Die Planung soll zügig erfolgen. Der Auftrag wird voraussichtlich im Dezember 2026 erteilt. Die Genehmigungsplanung ist so frühzeitig zu erstellen, dass die Beantragung der Fördermittel aus dem Investitionsstock zum 13.08.2027 erfolgen kann. Mit der Bauausführung soll 2028 begonnen und diese bis spätestens Mitte/Ende 2029 abgeschlossen werden. Bezüglich der Beschreibung der Leistung orientiert sich die Auftraggeberin an den Leistungsbildern der HOAI 2021. Näheres regelt der Vertrag.
Qualifikation
Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Steuern nachgekommen ist. Erklärung des Bewerbers, dass er seiner Verpflichtung zur Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen nachgekommen ist. Der Auftraggeber behält sich vor, wenn dies aus Gründen eines ausreichenden Wettbewerbs erforderlich ist, fehlende unvollständige oder fehlerhafte Unterlagen nachzufordern, soweit dies rechtlich zulässig ist, insbesondere im Sinne des § 56 VgV.
Lose
1 LosGegenstand dieser Ausschreibung ist die Fachplanung der Technischen Ausrüstung: Los 2 - Fachplanung Technische Ausrüstung HLS und Elektro in den Leistungsphasen 1 bis 9 nach § 55 HOAI einschließlich der Planung der Großküchentechnik (KG 470). Eine stufenweise Beauftragung ist vorgesehen. Es sollen zunächst die Leistungsphasen 1-4, also bis zur Genehmigungsplanung beauftragt werden und anschließend die Leistungsphasen 5-9. Auf eine Weiterbeauftragung besteht kein Anspruch. Die Kosten werden mit insgesamt 363.865,55 EUR netto angenommen und verteilen sich auf die Anlagengruppen wie folgt (netto): KG 410 - Abwasser-, Wasser-, Gasanlagen: 60.634,16 EUR; KG 420 - Wärmeversorgungsanlagen: 53.676,14 EUR; KG 430 - Raumlufttechnische Anlagen: 21.868,06 EUR; KG 440 - Elektrische Anlagen: 78.277,71 EUR; KG 450 - Kommunikations-, sicherheits- und informationstechnische Anlagen: 18.389,05 EUR; KG 470 - Nutzungsspezifische Anlagen (Küche): 126.050,42 EUR; KG 480 - Gebäude- und Anlagenautomation: 4.970,01 EUR. Die Planung der Frischküche (Großküchentechnik) ist Bestandteil dieses Loses und über die Kostengruppe 470 abzurechnen. Die Kosten der Küchenausstattung sind pauschal geschätzt. Parallel werden folgende Leistungen ausgeschrieben: Los 1 - Objektplanungsleistungen für Gebäude nach § 34 HOAI und Freianlagenplanung nach § 39 HOAI, beide in den Leistungsphasen 1 bis 9 und Los 3 - Tragwerksplanung in den Leistungsphasen 1-6 nach § 51 HOAI.
Zuschlagskriterien
5 Kriterien- price35%
Das Angebot mit dem wirtschaftlich günstigsten Preis erhält 10 Punkte. Ein Honorar mit einem 2,0-fach so hohen Preis erhält 0 Punkte. Zwischenwerte werden ins Verhältnis gesetzt. In die Wertung Ihres Angebots fließen die Zeithonorare mit folgenden, geschätzten Zeitansätzen ein: - 20 Stunden Unternehmensleitung (Geschäftsführer, Partner, Inhaber) - 20 Stunden angestellte Ingenieure - 20 Stunden Zeichner / sonstige Mitarbeiter.
- quality20%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf ein Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement kein oder nur wenig Wert gelegt wird. Eine Beurteilung von 4-7 Punkten erhält ein Angebot, bei dem ein Qualitäts-, Termin- und Kostenmanagement vorgestellt wird, welcher eine qualitative Ausführung sowie die Einhaltung von Bauzeit und Baukosten erwarten lassen, die jedoch nicht über die HOAI-Methodik hinausgeht. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, bei dem darüber hinaus der Abstimmungs- und Koordinationsprozess mit den übrigen, an der Planung fachlich Beteiligten so organisiert wird, dass eine spürbare Entlastung für den Bauherrn erwartet wird und der Bauherr im Hinblick auf die optimierte Ausführung beraten wird.
- quality20%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Beachtung von Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung bei Planung und Umsetzung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, bei dem auf die Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung gar nicht bis kaum geachtet wird. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, bei dem auf die Nachhaltigkeit und Ressourceneinsparung durch entsprechende Zielsetzung geachtet wird und diese in der Planung berücksichtigt werden. Mit 7-10 Punkte wird ein Angebot bewertet bei dem das Büro eine geübte Methodik an den Tag legt, dass eine besonders nachhaltige und ressourcenschonende Umsetzung verspricht.
- quality20%
Hinsichtlich des Wertungskriteriums "Intensität der Bauüberwachung und -betreuung" erhält ein Angebot 0-3 Punkte das nur eine sporadische Präsenz der Bauleitung vorsieht oder erwarten lässt. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das eine regelmäßige und deutliche Anwesenheit der Bauleitung erwarten lässt, welche eine mindestens mehr als stichpunktartige Kontrolle vorsieht. 7-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine nahezu durchgehende Kontrolle der Ausführung durch die Bauleitung verspricht.
- quality5%
Hinsichtlich des Wertungskriterium "Akzeptanz des Vertrages hinsichtlich der nicht preislichen Bedingungen" erhält ein Angebot 0-3 Punkte, das zu einer sehr ungünstigen Verteilung von Risiken und Zuständigkeiten zulasten der Auftraggeberin führt, zum Beispiel durch die Vereinbarung von haftungsbeschränkenden Vereinbarungen, der Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche oder eine Reduzierung der Leistungspflichten. 4-6 Punkte erhält ein Angebot, das zu einer ungünstigeren Verteilung von Risiken und Zuständigkeiten zulasten der Auftraggeberin führt als im Vertragsentwurf vorgesehen, beispielsweise durch eine geringfügige Verkürzung der Verjährungsfristen für Mängelansprüche. 7 Punkte enthält ein Angebot, das keine wesentlichen oder gar keine Abweichungen vom vorgeschlagenen Vertragsmuster regelt. 8-10 Punkte erhält ein Angebot, das eine für die Auftraggeberin günstigere Verteilung von Risiken und Zuständigkeiten vorsieht, als der vorgeschlagene Vertragsentwurf.