Erstellung eines integrierten Quartierskonzeptes und Sanierungsmanagement nach KfW-432 für das Quartier Katharinenstraße
Stadt Osnabrück - FD Öffentliche Aufträge · Osnabrück, Deutschland · TED
- 20. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtQuelle: TED
- 18. Aug. 2026Zuschlag erteiltZuschlag an pangea energy GmbH · €395k
Zusammenfassung
Die Stadt Osnabrück beauftragt die Erstellung eines integrierten Quartierskonzeptes (IEQK) und die Durchführung eines Sanierungsmanagements nach dem KfW‑Programm 432 für das Quartier Katharinenstraße. Das Vorhaben umfasst eine Ausgangsanalyse, einen Maßnahmenkatalog, Machbarkeitsstudien und Beratungsleistungen und ist auf eine Laufzeit von 720 Tagen ausgelegt.
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Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
Word-Dokument · 124 KB
Präqualifikation (PQ-VOB) vorhanden
PQ-Nummer hinterlegt, gültig bis 12/2026.
Betriebshaftpflicht mind. 3 Mio. € Deckungssumme
Police über 5 Mio. € je Schadensfall.
Drei Referenzen vergleichbarer Größe der letzten 5 Jahre
Zwei Referenzen passen, die dritte liegt knapp darunter.
Eigenerklärung zur Tariftreue liegt vor
Standardformular im Bewerberprofil hinterlegt.
Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: pangea energy GmbH
Auftragswert
€395k
Zuschlag am
18. Aug. 2026
Beschreibung
Administration / Öffentlichkeitsarbeit / Akteursbeteiligung Ausgangsanalyse des Quartiers Maßnahmenkatalog Machbarkeitsstudien Beratungsangebote
Lose
1 LosDie Stadt Osnabrück setzt sich bereits seit vielen Jahren für den kommunalen Klimaschutz ein. Schon 1994 trat die Stadt Osnabrück dem Klima-Bündnis e. V. bei und verpflichtete sich damit auf konkrete CO2-Minderungsziele. Im Jahr 2024 hat sich die Stadt Osnabrück das Ziel gesetzt, Klimaneutralität für die Gesamtstadt sowie für die Kommunalverwaltung bis 2040 zu erreichen. Das vom Rat der Stadt beschlossene Vorreiterkonzept Klimaschutz stellt die Weichen für die Erreichung dieser Ziele. Dafür wurden neun Arbeitspakete bearbeitet. In der Ist-Analyse sowie Endenergie- und Treibhausgas-Bilanz wurde deutlich, dass in der Stadt Osnabrück vor allem die Sektoren private Haushalte und Verkehr für einen Großteil der Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Da etwa 30 % der CO2-Emissionen in Osnabrück auf den Raumwärmebedarf zurückzuführen sind, ist die Reduzierung des Wärmebedarfs im Gebäudebestand ein Handlungsschwerpunkt im Vorreiterkonzept. Im Handlungsfeld Wärme sollen durch die inzwischen fertiggestellte Kommunale Wärmeplanung, sowie durch Quartierskonzepte und Detailanalysen zu Wärmenetzen konkrete Planungsgrundlagen für Quartiere geschaffen werden. Ein weiterer Fokus gilt dem seriellen Sanieren sowie einer bedarfsgerechten Wohnraumvermittlung im Gebäudebestand. Die Tatsache, dass die hier vorhandenen Einsparpotenziale bisher nur in geringem Umfang erschlossen werden konnten, liegt in hohem Maße an der schwer zu überwindenden Hemmschwelle der Eigentümer, sich aktiv mit der Planung und Durchführung erforderlicher Sanierungsmaßnah-men zu befassen. Die Motivierung der Hauseigentümer und die beratende Begleitung bei der Pla-nung und Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen sind daher primäre Instrumente zur Steigerung der Sanierungsrate und damit zur Senkung des Raumwärmebedarfs und des daraus resultierenden CO2-Ausstoßes. Aus den Erfahrungen bisher durchgeführter Maßnahmen hat sich der quartiersbezogene Ansatz auf der Basis eines geförderten, integrierten energetischen Konzeptes mit Sanierungsbetreuung durch ein ebenfalls von der KfW gefördertes Sanierungsmanagement, wie es in den Quartieren Gartlage und im Quartier Schinkel bereits umgesetzt wurde, als erfolgreich erwiesen. Vor allem vor dem Hintergrund der ehrgeizigen Ziele des Ratsbeschlusses zur Klimaneutralität bis 2040 gilt es weitere beispielhafte Projekte im Rahmen des KfW Förderprogramms "Energetische Stadtsanierung" zu entwickeln und umzusetzen. Das Quartier Osnabrück - Katharinenstraße bietet beste Voraussetzungen, da sich bereits eine Gruppe von Eigentümern aus dem Bürgerverein Katharinenviertel mit der Bitte um Unterstützung bei der Sanierungsplanung an die Stadt Osnabrück gewandt hat und die grundsätzliche Bereitschaft zur Umsetzung von Sanierungsmaßnahmen gegeben ist.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- price30%
Wirtschaftlichkeit des Angebotes
- quality25%
Für die Angebotswertung wird insgesamt eine Punkteskala von 0 bis 10 Punkte festgelegt. 5 Punkte erhält das Angebot mit der höchsten Anzahl von Vor-Ort-Arbeitstagen in Tabelle 2, Absatz a) 0 Punkte erhält ein Angebot mit der Hälfte der höchsten Anzahl von Vor-Ort-Arbeitstagen. Alle Angebote darunter erhalten ebenfalls 0 Punkte. Die Punktebewertung, für die dazwi schen liegenden Angebote, erfolgt über eine lineare Interpolation mit bis zu drei Stellen nach dem Komma. Weitere 5 Punkte erhält das Angebot mit der höchsten Anzahl von Meetings und Veran staltungen in Summe in Tabelle 2, Absatz b) plus Absatz c) 0 Punkte erhält ein Angebot mit weniger als 30 Terminen, worin mindestens 4 Präsentati onen in Gremien enthalten sein müssen. Alle Angebote darunter erhalten ebenfalls 0 Punkte. Die Punktebewertung, für die dazwischen liegenden Angebote, erfolgt über eine lineare Interpolation mit bis zu drei Stellen nach dem Komma. Der jeweils erzielte Gesamtpunktewert wird mit einem Gewichtungsfaktor 25 multipliziert. Der maximal zu erzielende Punktewert liegt bei 250 Punkten.
- quality45%
Methodik zur Erstellung des integrierten energetischen Quartierskonzeptes (10%) Organisation und Steuerung des Sanierungsmanagements (10%) Beteiligungs- und Kommunikationskonzept (5%) Vorgehen zur Aktivierung privater Eigentümer und weiterer Akteure (10%) Qualität der Zeit- und Ablaufplanung (5%) Risiko- und Umsetzungsmanagement (5%) Die Bewertung erfolgt für jedes Unterkriterium auf einer Punkteskala von 0 bis 10 Punkten in Zweipunkteschritten (0 / 2 / 4 / 6 / 8 / 10 Punkte). 10 Punkte: Außergewöhnlich hochwertige, vollständig nachvollziehbare und projektspezifische Dar stellung. Die Anforderungen werden in besonderem Maße erfüllt. Das Konzept überzeugt durch hohe fachliche Qualität, sehr gute Umsetzbarkeit sowie innovative und schlüssige Ansätze. 8 Punkte: Sehr gute und weitgehend vollständige Darstellung mit nur geringfügigen Schwächen. Die Anforderungen werden überdurchschnittlich gut erfüllt. Das Konzept ist schlüssig und gut umsetzbar. 6 Punkte: Gute, insgesamt überzeugende Darstellung. Die Anforderungen werden erfüllt. Das Kon zept weist nur wenige fachliche oder strukturelle Schwächen auf. 4 Punkte: Im Wesentlichen geeignete Darstellung mit erkennbaren Schwächen oder Lücken. Die Anforderungen werden nur teilweise überzeugend erfüllt. 2 Punkte: Unzureichende Darstellung mit deutlichen fachlichen, strukturellen oder inhaltlichen Män geln. Die Anforderungen werden nur eingeschränkt erfüllt. 0 Punkte: Nicht ausreichende oder fehlende Darstellung. Das Konzept ist nicht nachvollziehbar oder zur Zielerreichung ungeeignet. Der jeweils erzielte Gesamtpunktewert wird mit einem Gewichtungsfaktor 45 multipliziert. Der maximal zu erzielende Punktewert liegt bei 450 Punkten.