Durchführung von Kulturerbeverträglichkeitsprüfungen für die Sanierung der Kaimauern in der Speicherstadt Hamburg
Freie und Hansestadt Hamburg, Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen c/o ReGe Projekt-Realisierungsgesellschaft mbH · Hamburg, Deutschland · TED
- 10. Aug. 2026Bekanntmachung veröffentlichtQuelle: TED
- 15. Juni 2026Zuschlag erteiltZuschlag an Reicher Haase Associierte GmbH · €80k
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Zusammenfassung
Die Freie und Hansestadt Hamburg beauftragt die Durchführung einer Kulturerbeverträglichkeitsprüfung im Rahmen der Sanierung der Kaimauern der Speicherstadt. Das Projekt umfasst die Erstellung einer übergreifenden Basisbewertung (Baseline Assessment) für die gesamte Speicherstadt mit besonderem Fokus auf die Kaimauern. Das Los hat eine geplante Laufzeit von 210 Tagen. Es handelt sich um eine reine Dienstleistung ohne angegebenen Auftragswert.
Vergabeunterlagen
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Leistungsverzeichnis.pdf
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Eigenerklärung.docx
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Vergabeentscheid
Zuschlag erteilt
Auftragsgewinner: Reicher Haase Associierte GmbH
Auftragswert
€80k
Zuschlag am
15. Juni 2026
Beschreibung
Leistungsgegenstand ist die Durchführung von Kulturerbeverträglichkeitsprüfungen für die Sanierung der Kaimauern in der Speicherstadt in Hamburg.
Lose
1 LosNach Einarbeitung und Grundlagenermittlung ist durch den AN zunächst eine übergreifende allgemeine Basisbewertung (Baseline Assessment) für die gesamte Speicherstadt zu erstellen, auf der alle nachfolgend zu erstellenden KVP-Untersuchungen aufbauen. Hierbei ist nach gesamtheitlicher Betrachtung des OUV der Welterbestätte ein gesonderter Fokus auf die Kaimauern zu legen und diese in Bezug auf die weiteren Teile der Welterbestätte (z. B. Speichergebäude, Fleete etc.) zu setzen und deren Anteil am OUV einzuordnen. Im Rahmen der Basisbewertung ist ein umfassendes Verständnis des Welterbegutes und seines OUV, der Echtheit Unversehrtheit, des Zustandes sowie des Kontexts (inkl. weiterer Kulturerbe-Merkmale) und des Beziehungsgefüges zu dokumentieren. Die weitere Leistungserbringung soll im Fortgang auf die übergeordnete Vorbereitung für die einzelnen Abschnitte modular erfolgen. Die Reihenfolge kann sich nach Sanierungsfortschritt ändern. Unter Bezug auf die zuvor erarbeitete übergreifende allgemeine Basisbewertung (Baseline Assessment) sind durch den AN für die Sanierungsmaßnahmen "Am Teerhof", "Speicher V", "Brückenwiderlager + Kaimauern Kleines Fleet" und "Wasserschloss" jeweils Kulturerbeverträglichkeitsprüfungen durchzuführen. Grundlegende und für das Vergabeverfahren relevante Informationen zu den Sanierungsmaßnahmen sind in Form von Steckbriefen als Anlage zu dieser Leistungsbeschreibung beigefügt. Die für diese Sanierungsmaßnahmen vorliegenden durch die jeweiligen Planungsbüros erarbeiteten Planungsunterlagen, technische Gutachten etc. werden dem AN nach Auftragserteilung zur Verfügung gestellt. Auf Grundlage dieser Unterlagen ist jeweils mittels einer Kulturerbeverträglichkeitsprüfung zu ermitteln, inwiefern die verschiedenen Sanierungsvarianten einen Einfluss auf den außergewöhnlichen universellen Wert (OUV) der Welterbestätte haben. In der zu erstellenden KVP sollen denkmalpflegerische Belange sowie die Verbindlichkeiten, die sich aus der Welterbekonvention ergeben, berücksichtigt werden. Zur Einbindung der Kulturerbeverträglichkeitsprüfungen in die jeweils laufenden Planungsprozesse muss eine fortwährende enge Abstimmung zwischen den jeweiligen Planungsbüros und dem KVP-Gutachter erfolgen. Die Ergebnisse sollen die Kulturerbeverträglichkeit für die Kaimauersanierung aus der Sicht des Denkmalschutzes und der Welterbekonvention definieren. Sollten die Untersuchungen ergeben, dass die Sanierungslösungen trotz Alternativlosigkeit un-verträglich mit dem Welterbe sind, so ist jeweils detailliert zu bewerten, welche Auswirkungen auf das Welterbe und dessen OUV durch einen Verzicht auf eine Sanierung entstehen würden. Die Methodik der Bearbeitung (s. Anlagen 2+3) ist nachvollziehbar zu beschreiben, Erhebungs-, Darstellungs- und Bewertungsmethoden sind darzustellen.
Zuschlagskriterien
3 Kriterien- price50%
Beim Kriterium "Angebotspreis" (Wertungssumme) bewertet der Auftraggeber das Honorar gemäß dem Formblatt "Leistungsverzeichnis". Die Wertungssumme (in EUR, netto) wird ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen und Bedarfspositionen. Beide fließen mit 100 % ihres Gesamtpreises in die Wertung ein. Bedarfspositionen und Stundensätze fließen nicht in die Auftragssumme ein.
- quality20%
Für dieses Kriterium werden die Bieter aufgefordert, ein solches Konzept zu entwickeln und dort insbesondere die Abarbeitung und Lösung der Projektaufgabe zu beschreiben. Das Leistungskonzept ist mit dem Erstangebot vorzulegen und im Verhandlungsgespräch vorzustellen. Die Bieter haben die Möglichkeit, das Leistungskonzept auf Grundlage der Erkenntnis des Verhandlungsgesprächs anzupassen. Das ggf. angepasste Konzept ist mit dem verbindlichen Angebot einzureichen.
- quality30%
Für dieses Kriterium werden die Bieter aufgefordert, ein solches Konzept zu entwickeln, mit dem Erstangebot vorzulegen und im Verhandlungsgespräch vorzustellen. Die Bieter haben die Möglichkeit, das Personalkonzept auf Grundlage der Erkenntnis des Verhandlungsgesprächs anzupassen. Das ggf. angepasste Konzept ist mit dem verbindlichen Angebot eizureichen. 1. Erfahrung und Qualifikation Projektleiter/-in 2. Organigramm und Qualifikation des Projektteams