Bodenbelagsarbeiten und Feuchtereduzierung im Dom St. Nikolaus in Stendal
Evangelische Stadtgemeinde Stendal · Deutschland · DOEV
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Zusammenfassung
Die Evangelische Stadtgemeinde Stendal beauftragt Arbeiten zur Sanierung des denkmalgeschützten Doms St. Nikolaus in Stendal. Vorgesehen sind unter anderem archäologisch begleitete Erd-, Abbruch- und Aushubarbeiten, die Abdichtung von Außenwänden, der Einbau von Schaumglasschotter und neuen Klosterformat-Ziegeln auf rund 1.150 m² sowie ergänzende Arbeiten an Sandstein, Stahl- und Betonbauteilen und Elektroinstallationen. Die Ausführung erfolgt in drei voneinander abhängigen Teilabschnitten unter besonderem Staubschutz und restauratorischer sowie denkmalrechtlicher Aufsicht; die Angebotsfrist endet am 21. September 2026.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Der denkmalgeschützte gotische Dom St. Nikolaus in Stendal (Baubeginn ca. 1420) ist ein hochwertiges Zeugnis hanseatischer norddeutscher Backsteinarchitektur, für den als herausragendes Merkmal der große Bestands an originalen Bleiglasfenstern charakteristisch ist. Es ist in der geplanten Maßnahme (3.BA) die Fortführung der Feuchteredzuierung im Bereich der Langhausaußenwände und im Fußbodenbereich des Langhauses u. in Teilen des Südquerhauses vorgesehen. Dazu sind Erdarbeiten unter archäologischer Begleitung im Innenraum und an der Fassade durchzuführen. Zu den Leistungen zählen auch die Abbruch- u. Aushubarbeiten im Gebäudeinneren mit vorsichtigem Abbruch inkl. Sicherung von Klosterformatsteinen des hist. Bodenbelages. Die Vertikalsperrung ist mit Bentonite vorgesehen, die Horizontalsperrung durch Einbau einer Glasschotterschicht in den Fußbodenaufbau. Begleitend erfolgen dazu Elektroinstallationsarbeiten. Alle Arbeiten müssen staubarm und mit Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, die durch einen Türzugang von ca. 1,45 nutzbarer Breite kommen, vorgenommen werden. Vorhandenes Pflaster muss geschützt werden. Der neue Fußboden ist mit roten Klosterformat-Ziegeln teilweise in Verlegemustern herzustellen. Ergänzend dazu sind Teilflächen in Sandstein erforderlich. Weiter ist eine Brüstung in Klosterformat-Klinkermauerwerk profiliert herzustellen. Ergänzend sind Stahlgeländer, Abdeckroste, Vergitterungen etc. herzustellen. Die Arbeiten im Dom erfolgen unter abgestimmter paralleler Tätigkeit von Restauratoren an Wand und Gewölben, von Elektroinstallateuren und Gerüstbauern. Die Durchführung der Baumaßnahme des 3.BA ist in 3 Teilabschnitte gegliedert, in denen die Gewerke versetzt und voneinander abhängig arbeiten müssen. Besondere Beachtung ist dem Staubschutz zu geben. Die Arbeiten erfolgen unter ständiger fachlicher Aufsicht von einer restauratorischen Fachbauleitung sowie den zuständigen Denkmalschutzbehörden. Grobmassen: ca. 1.100 m² Folieschutz ca. 3.000 m² Reinigungsarbeiten Boden u. Wände ca. 200 m² Bodenbelagsschutz mit Kunststoffplatten bzw. Stahlplatten inkl. vorhaltung ca. 42 St. Kirchenbänke demontieren u. wieder montieren ca. 290 m³ verschiedene Böden ausheben, maschinell bzw. per Hand (Archäologie) ca. 1,0 m³ Bruchstein- u. Ziegelmauerwerk sanieren, erneuern ca. 150m² Vertikalabdichtung mit Calzium-Bentonite inkl. Reinigung, Putz- u. Vorbereitungsarbeiten ca. 1.150 m² Abbruch Ziegelpflaster Klosterformat inkl. Aussortierung ca. 575 m³ Aushub Boden im Gebäude (archäologische Begleitung) ca. 65 m³ Ziegelschutt ausheben u. entsorgen (Heizungskanäle) ca. 1.150 m² Lieferung und Neuverlegung Ziegelpflaster Klosterformat (teilw. Muster) im Mörtelbett ca. 950 m² Schaumglasschotter d= 15 cm ca. 1.150 m² Lieferung und Einbau Schotter-Frostschutzschicht ca. 3850 m² Geotextilvlies 200 / 300 g/m² verlegen ca. 2 St. Sandsteinstufen profiliert l=ca. 1,45m liefern u. einbauen 1 St. Stahl-Glas-Schutzabdeckung im Fußboden 2 St. Zaungitter mit Tür an Regenfallrohren ca. 80 St. Bodenplatten 50/50cm bzw. 100/100cm aus Beton herstellen, schalen ca. 25m Stahlbeton-Hohldielen d=10cm liefern u. montieren
Lose
1 LosDer denkmalgeschützte gotische Dom St. Nikolaus in Stendal (Baubeginn ca. 1420) ist ein hochwertiges Zeugnis hanseatischer norddeutscher Backsteinarchitektur, für den als herausragendes Merkmal der große Bestands an originalen Bleiglasfenstern charakteristisch ist. Es ist in der geplanten Maßnahme (3.BA) die Fortführung der Feuchteredzuierung im Bereich der Langhausaußenwände und im Fußbodenbereich des Langhauses u. in Teilen des Südquerhauses vorgesehen. Dazu sind Erdarbeiten unter archäologischer Begleitung im Innenraum und an der Fassade durchzuführen. Zu den Leistungen zählen auch die Abbruch- u. Aushubarbeiten im Gebäudeinneren mit vorsichtigem Abbruch inkl. Sicherung von Klosterformatsteinen des hist. Bodenbelages. Die Vertikalsperrung ist mit Bentonite vorgesehen, die Horizontalsperrung durch Einbau einer Glasschotterschicht in den Fußbodenaufbau. Begleitend erfolgen dazu Elektroinstallationsarbeiten. Alle Arbeiten müssen staubarm und mit Einsatz von elektrisch angetriebenen Fahrzeugen, die durch einen Türzugang von ca. 1,45 nutzbarer Breite kommen, vorgenommen werden. Vorhandenes Pflaster muss geschützt werden. Der neue Fußboden ist mit roten Klosterformat-Ziegeln teilweise in Verlegemustern herzustellen. Ergänzend dazu sind Teilflächen in Sandstein erforderlich. Weiter ist eine Brüstung in Klosterformat-Klinkermauerwerk profiliert herzustellen. Ergänzend sind Stahlgeländer, Abdeckroste, Vergitterungen etc. herzustellen. Die Arbeiten im Dom erfolgen unter abgestimmter paralleler Tätigkeit von Restauratoren an Wand und Gewölben, von Elektroinstallateuren und Gerüstbauern. Die Durchführung der Baumaßnahme des 3.BA ist in 3 Teilabschnitte gegliedert, in denen die Gewerke versetzt und voneinander abhängig arbeiten müssen. Besondere Beachtung ist dem Staubschutz zu geben. Die Arbeiten erfolgen unter ständiger fachlicher Aufsicht von einer restauratorischen Fachbauleitung sowie den zuständigen Denkmalschutzbehörden. Grobmassen: ca. 1.100 m² Folieschutz ca. 3.000 m² Reinigungsarbeiten Boden u. Wände ca. 200 m² Bodenbelagsschutz mit Kunststoffplatten bzw. Stahlplatten inkl. vorhaltung ca. 42 St. Kirchenbänke demontieren u. wieder montieren ca. 290 m³ verschiedene Böden ausheben, maschinell bzw. per Hand (Archäologie) ca. 1,0 m³ Bruchstein- u. Ziegelmauerwerk sanieren, erneuern ca. 150m² Vertikalabdichtung mit Calzium-Bentonite inkl. Reinigung, Putz- u. Vorbereitungsarbeiten ca. 1.150 m² Abbruch Ziegelpflaster Klosterformat inkl. Aussortierung ca. 575 m³ Aushub Boden im Gebäude (archäologische Begleitung) ca. 65 m³ Ziegelschutt ausheben u. entsorgen (Heizungskanäle) ca. 1.150 m² Lieferung und Neuverlegung Ziegelpflaster Klosterformat (teilw. Muster) im Mörtelbett ca. 950 m² Schaumglasschotter d= 15 cm ca. 1.150 m² Lieferung und Einbau Schotter-Frostschutzschicht ca. 3850 m² Geotextilvlies 200 / 300 g/m² verlegen ca. 2 St. Sandsteinstufen profiliert l=ca. 1,45m liefern u. einbauen 1 St. Stahl-Glas-Schutzabdeckung im Fußboden 2 St. Zaungitter mit Tür an Regenfallrohren ca. 80 St. Bodenplatten 50/50cm bzw. 100/100cm aus Beton herstellen, schalen ca. 25m Stahlbeton-Hohldielen d=10cm liefern u. montieren