Beratungs- und Planungsleistungen Krankenhauslogistik Klinikzentrum Westerstede
Landkreis Ammerland - Eigenbetrieb Immobilienbetreuung · Westerstede, Deutschland · TED
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Zusammenfassung
Der Landkreis Ammerland sucht Beratungs- und Planungsleistungen zur Optimierung und Begleitung des ganzheitlichen Krankenhaus-Logistikkonzepts für den Neubau des Klinikzentrums Westerstede (Investitionsvolumen 233 Millionen Euro). Die Leistungen umfassen fünf aufeinanderfolgende Planungsphasen für die Bereiche Neubau und Bestand sowie ein Interims- und Ziel-Logistikkonzept mit einer Gesamtdauer von etwa 2.520 Tagen. Die Bewertung erfolgt primär nach Qualitätskriterien (Projektleitung, Organisationskonzept, Logistikplanung) und Preis, mit Abgabefrist im September 2026.
Vergabeunterlagen
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Beschreibung
Der Landkreis Ammerland als Träger der Ammerland-Klinik GmbH errichtet im Rahmen eines Zukunftsprojekts mit einem Investitionsvolumen von 233 Mio. Euro einen Klinikneubau in unmittelbarer Nähe zum bestehenden Klinikzentrum entlang der "Lange Straße" auf klinikeigenem Grundstück. Auf 11.200 qm wird ein Neubau errichtet, der mit modernster Technik so viel Energie wie möglich selbst produzieren soll und Vorbild in Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft darstellen wird. Der Gesamtkomplex aus Neu- und Bestandsbereich umfasst rund 31.000 m² Nutzfläche (NUF). Mit dem Neubau werden pflegerische Angebote, Funktionsdiagnostik, OP-Betrieb und Notaufnahme zusammenhängend platziert; im Bestandsbereich verbleiben Untersuchungs- und Pflegebereiche sowie Servicedienste und logistische Funktionsstellen.
Qualifikation
Erklärungen zu den gesetzlichen Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB und § 124 GWB und § 4 NTVergG (Niedersächsisches Tariftreue- und Vergabegesetz). Siehe Erklärung zu § 4 Abs. 1 NTVergG aus den Vergabeunterlagen. Erklärungen zu den gesetzlichen Ausschlussgründen gemäß § 123 GWB und § 124 GWB gemäß Bewerbungsbogen. Der Auftraggeber behält sich vor, von seinem Nachforderungsrecht gemäß § 56 VgV Gebrauch zu machen. Es besteht kein Anspruch der Bewerber auf Nachforderung und kein Anspruch auf Rücksendung der Unterlagen. Werden Angaben, Erklärungen und Nachweise auf einmalige Nachforderung unter Fristsetzung nicht bzw. wie gefordert nachgereicht, wird der Teilnahmeantrag bzw. das Angebot ausgeschlossen.
Lose
1 LosGegenstand der Ausschreibung sind Beratungs- und Planungsleistungen zur Optimierung, Fortschreibung und Begleitung des ganzheitlichen Krankenhaus-Logistikkonzepts für das Gesundheitsquartier, unterteilt in die Bereiche Neubau und Bestand sowie chronologisch in Phase 1 (Interims-Logistikkonzept) und Phase 2 (Ziel-Logistikkonzept). Das Leistungsspektrum umfasst fünf aufeinanderfolgende Leistungsphasen (LPH), die sich ausschließlich auf die vorliegende logistische Fachplanung beziehen und nicht mit den Leistungsphasen der HOAI zu verwechseln sind: - LPH 1: Grundlagenermittlung & Bestandsanalyse (IST-Analyse, Schnittstellen-Check Bau/Logistik, Projekttrennung) - LPH 2: Logistik-Masterplan & Prozessoptimierung (Fortschreibung Grobkonzept, Technologie-Vertiefung u. a. RFID, Drohnentransport, Rohrpost, AMR, Terminschiene, Kostenschätzung) - LPH 3: Detailplanung & Systemfestlegung (Detailkonzept, BPMN-Prozessmodellierung, Lagerdimensionierung) - LPH 4: AMR-Testlauf, TCO-Betrachtung & Vergabevorbereitung (realer AMR-Testlauf, Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, Mitwirkung bei der Vergabe der finalen Logistiksysteme) - LPH 5: Inbetriebnahme, Hochlaufphase und Abschluss (Umsetzungsbegleitung, Schnittstellentests, Abnahmeprozess, Mitarbeiterschulung, Abschlussbericht) Als optionale Leistung ist zusätzlich die Erstellung einer Gefährdungsbeurteilung für den Mischbetrieb von Mensch und Maschine (u. a. nach DIN EN ISO 3691-4) zu kalkulieren, deren Abruf im Ermessen des Auftraggebers liegt. Ziel ist die Anpassung des vorliegenden Konzepts an aktuelle technologische Entwicklungen, die Absicherung der funktionalen Schnittstellen zwischen Neubau und Sanierungsbestand sowie die Gewährleistung eines reibungslosen Interimsbetriebs während der Bauphasen - bei durchgehender Sicherung des laufenden Klinikbetriebs.
Zuschlagskriterien
6 Kriterien- quality2.5%
Bewertet wird die personelle Schnittstellenorganisation zwischen den Projektbeteiligten sowie die Aufbau- und Ablauforganisation des Planungsteams. Das primäre Vergabeziel ist die vollständige prozessuale, technische und zeitliche Integration der Logistikplanung in die Gesamtplanung. Ein isoliertes Nebeneinanderherarbeiten wird ausgeschlossen. Im Fokus steht das synchronisierte, parallele Erbringen der Planungsleistungen, um die komplexen gegenseitigen Abhängigkeiten sofort im laufenden Planungsprozess aufzufangen und Planungsrisiken zu minimieren. Die Bewertung erfolgt auf Grundlage des einzureichenden Projektorganigramms inklusive schriftlicher Erläuterungen. Aus den Unterlagen müssen die spezifischen Hierarchien, Zuständigkeiten, Kommunikationswege, Abstimmungszyklen und Reaktionszeiten hervorgehen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Darstellung der Schnittstellen und des Informationsflusses zwischen: der Spezialdisziplin Logistikplanung, dem Objektplaner Gebäude, den Fachplanern der Technischen Gebäudeausrüstung (HLSK + Elektro), der Medizintechnikplanung, der Betriebsorganisationsplanung sowie dem Auftraggeber (AG), der Klinik und den Nutzern. Punkte: 0 Punkte: Es liegt kein Projektorganigramm vor und/oder es wurden keine Erläuterungen eingereicht. 1 Punkt (Ungenügend): Die Projektorganisation ist unvollständig oder lückenhaft dargestellt. Das Konzept lässt nicht erkennen, wie die Logistikplanung zeitlich und methodisch mit der Objekt-, TGA-, Medizintechnik- und BO-Planung synchronisiert wird. Kommunikationswege sind unklar. 2 Punkte (Ausreichend / Mangelhaft): Die Projektorganisation ist im Ansatz dargestellt. Die Schnittstellen und Abläufe zwischen den Beteiligten wirken jedoch starr, rein sequenziell (nacheinander statt parallel) oder sind für die Komplexität des Projekts nicht zielführend. Es drohen erhebliche Informationsverluste an den Übergabepunkten. 3 Punkte (Durchschnittlich / Erwartungsgemäß): Die Organisation entspricht den durchschnittlichen Erwartungen. Organigramm und Erläuterungen zeigen eine schlüssige Aufbau- und Ablauforganisation. Zuständigkeiten, Kommunikationswege und regelmäßige Abstimmungszyklen zwischen Logistik, BO-Planung, Medizintechnik, Objektplanung, TA sowie AG, Klinik und Nutzern sind klar definiert. Die Logistikplanung läuft parallel und liefert rechtzeitig die notwendigen geometrischen und technischen Angaben für die anderen Planer, um einen strukturierten Informationsfluss zu gewährleisten. 4 Punkte (Überdurchschnittlich): Die Organisation übertrifft die Erwartungen. Das Organigramm beschreibt eine tief integrierte Gesamtplanung. Es wird methodisch aufgezeigt, wie die Logistikplanung simultan und parallel mit der BO-, Objekt-, Medizintechnik- und TA-Planung verzahnt wird, um Planungsrisiken im Regelprozess zu minimieren. Die Kommunikationspfade sind so optimiert, dass die reguläre Datenübergabe (z. B. Lasten, Trassenkoordination) zwischen allen Beteiligten ohne Zeitverzug und verlustfrei erfolgt. 5 Punkte (Hervorragend / Maximalpunktzahl): Die Kriterien für 4 Punkte werden vollständig erfüllt. Darüber hinaus wird eine praxistaugliche Methodik für den "Ernstfall" (z. B. bei unvorhergesehenen, radikalen Konzeptänderungen auf Klinik-, Nutzeranforderung oder anderen äußeren Einflüssen) erläutert und an einem kurzen Beispiel dargestellt.
- quality10%
Bewertet wird die Qualifikation und Erfahrung der vorgesehenen Projektleitung und die Vorstellung/Darstellung der persönlichen Referenzen vergleichbarer Projekte. Vergleichbar sind die Projekte, wenn sie den Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen aus dem Teilnahmewettbewerb des Verfahrens entsprechen und auch nachfolgende Kriterien erfüllt werden. Es werden max. 2 Referenzen gewertet. Referenzen: 1,5 Punkte je Referenz / Bei Nichterfüllung der Mindestanforderungen an die Referenz wird diese von der Wertung ausgeschlossen. Berufserfahrung in Jahren: 2 Punkte = gleich oder mehr als 10 Jahre, 1 Punkt = zwischen (mindestens) 5 und 9 Jahren. Es sind max. 5 Punkte erreichbar.
- quality7.5%
Bewertet wird die Qualifikation und Erfahrung der vorgesehenen stellvertetenden Projektleitung und die Vorstellung/Darstellung der persönlichen Referenzen vergleichbarer Projekte. Vergleichbar sind die Projekte, wenn sie den Mindestanforderungen an die geforderten Referenzen aus dem Teilnahmewettbewerb des Verfahrens entsprechen und auch nachfolgende Kriterien erfüllt werden. Es werden max. 2 Referenzen gewertet. Referenzen: 1,5 Punkte je Referenz / Bei Nchterfüllung der Mindestanforderungen an die Referenz wird diese von der Wertung ausgeschlossen. Berufserfahrung in Jahren: 2 Punkte = gleich oder mehr als 7 Jahre, 1 Punkt = zwischen (mindestens) 4 und 6 Jahren. Es sind max. 5 Punkte erreichbar.
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Auf Basis des bestehenden gesamtheitlichen Logistikkonzeptes ist darzustellen, wie die Planung für den weiteren Verlauf bis zur Inbetriebnahme- und Implementierungsphase umgesetzt werden würde. Es wird klargestellt, dass im Rahmen dieses Zuschlagskriteriums keine vergütungspflichtigen Planungs- oder Ausarbeitungstätigkeiten gefordert sind. Bewertet wird ausschließlich die konzeptionelle und methodische Herangehensweise des Bieters an die Aufgabenstellung. Hierbei sollten insbesondere folgende Punkte analysiert und dargestellt werden: - Inhaltliche Plausibilisierung: Bewertung des vorhandenen Logistikkonzeptes vor dem Hintergrund der in diesem Leistungsumfang erwarteten Fortschreibung hinsichtlich der Hauptprozesse (z.B. Wareneingang bis Warenausgang) - Terminliche Plausibilisierung: Bewertung des Logistikkonzeptes vor dem Hintergrund der definierten, terminlichen Projektziele. - Phasen- und Meilensteinplanung: Darstellung des planerischen Ablaufs in Meilensteinen begleitend zur Ausführungs- und Inbetriebnahmephase sowie der Konzeption von Interimsphasen und der zeitversetzten Sanierung des Bestands nach Inbetriebnahme des Neubaus. - Darstellung der wesentlichen Besonderheiten und Schwierigkeiten der Maßnahme auf Basis der zur Verfügung gestellten Informationen und Unterlagen. Bei allen Ausarbeitungen sind zwingend die spezifischen Projekteigenschaften, die Nutzung sowie die Rahmenbedingungen des angrenzenden, laufenden Krankenhausbetriebes auf dem Gelände des Gesundheitsquartiers zu beachten und bei Erfordernis besonders hervorzuheben. Punkte: 0 Punkte = Auf das Kriterium wurde nicht eingegangen oder die Unterlagen wurden nicht eingereicht. 1 Punkt = Der Bieter kann die Projekteigenschaften und - ziele mit o.g. Anforderungen gar nicht oder nur fehlerhaft analysieren und einschätzen, was ggf. auf fehlende Fachkenntnisse und Erfahrungen im Umgang mit vergleichbaren Projekten hinweisen kann. 2 Punkte = Der Bieter kann die Projekteigenschaften und -ziele mit o.g. Anforderungen nur mäßig analysieren und einschätzen, was auf ggf. wenig Fachkenntnis und Erfahrung im Umgang mit vergleichbaren Projekten hinweisen kann. 3 Punkte = Der Bieter kann die Projekteigenschaften und -ziele mit o.g. Anforderungen durchschnittlich analysieren und einschätzen. 4 Punkte = Der Bieter kann die Projekteigenschaften und -ziele mit o.g. Anforderungen gut analysieren und einschätzen. 5 Punkte = Der Bieter kann die Projekteigenschaften und -ziele mit o.g. Anforderungen sehr gut analysieren und einschätzen. Er wendet seine sehr guten Erfahrungen bei der Ausarbeitung des Konzeptes an. Im Vergleich zu den anderen Bietern kann die Konzeption am meisten überzeugen.
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Bewertet wird der Gesamteindruck der Angebots- bzw. Präsentationsunterlage. Es wird die Auffassung vertreten, dass sich auf Basis der inhaltlichen, strukturellen und ordentlichen Ausarbeitung der Angebotsunterlage Rückschlüsse auf die spätere Ausarbeitung von Ergebnisdokumenten im Planungsablauf schließen lassen. Punkte: 0 Punkte = Es liegt keine vollständige Angebotsunterlage mit der Ausarbeitung der Zuschlagskriterien vor. 1 Punkt = Die Angebotsunterlage ist für den Auftraggeber nicht nachvollziehbar, lückenhaft, stark abweichend von den Vorgaben. 2 Punkte = Die Angebotsunterlage ist für den Auftraggeber schwer nachvollziehbar, wesentliche Aspekte wurden nicht dargestellt, der "rote Faden" fehlt. 3 Punkte = Die Angebotsunterlage ist nachvollziehbar, weitgehend vollständig, der "rote Faden" erkennbar. 4 Punkte = Die Angebotsunterlage ist gut nachvollziehbar, mit "rotem Faden", vollständig und lässt eine gutes Ergebnis erwarten. 5 Punkte = Voraussetzungen für die Vergabe von 4 Punkten sind erfüllt. Im direkten Vergleich mit den anderen Bietern lässt die Angebotsunterlage ein hervorragendes Ergebnis erwarten.
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Grundlage der Bewertung ist die Gesamthonorarberechnung (netto) einschließlich Nachlass, den Besonderen Leistungen, den Zeithonoraren und Nebenkosten, die mit dem Angebot in Stufe 2 des Verfahrens eingereicht wird. Das Angebot, welches nach rechnerischer Prüfung den niedrigsten Preis hat, erhält 5 Punkte. Das Angebot mit dem 2-fachen des niedrigsten angebotenen Gesamthonorars erhält 0 Punkte. Alle Angebote mit darüber (über dem 2-fachen des niedrigsten angebotenen Gesamthonorars) liegendem Gesamthonorar erhalten ebenfalls 0 Punkte. Die Ermittlung der Punkte für die dazwischenliegenden Angebote erfolgt über eine lineare Interpolation mit bis zu drei Stellen nach dem Komma und gemäß folgender Formel: Wertung Preis = ((2 x günstigstes Angebot - Angebot) x 5) / günstigstes Angebot Zur Ermittlung des wirtschaftlichsten Angebots wird das gewichtete Preisergebnis ins Verhältnis zur Leistung gesetzt.